Games als Partizipationstools #git16

Partizipation mit Computerspielen? In meiner Session beim Gautinger Internettreffen haben wir uns unterschiedliche Beispiele angesehen, wie das gehen kann. Aber auch wo das Medium Computerspiele Partizipation nicht so einfach zulässt. Denn Computerspiele sind regelbasierte Systeme mit dem Computer als „Schiedsrichter“. Und mit dem Computer kann man nicht gut verhandeln um Regeln des Spiels an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und so partizipativ das Medium mit zu gestalten oder es im Sinne von Partizipation zu nutzen.
Einen interessanten Weg geht die „Initiative Creative Gaming“. Sie bricht explizit die Spielregeln und „spielt“ mit den Spielen. Da wird das Ballerspiel zum Ballettanzen genutzt oder versucht hinter die Spielkulissen zu schauen.
Ein anderer Ansatz ist die Nutzung von Spielen, die wenige explizite Regeln haben wie zum Beispiel Open World Games. Diese simulieren ganze „Welten“ und in denen man mehr oder weniger frei bewegen und dabei die Welt subversiv zu eigen machen kann. Viele gelungene Beispiele für Partizipation bietet das Spiel Minecraft, das einem gar kein Spielziel vorgibt. Hier stelle ich einige Partizipationsprojekte vor, wie das UN Habitat Projekt „BlockByBlock“ oder der Wettbewerb Zukunftsstadt des Wissenschaftsministeriums.
Aber mit Computerspielen kann man noch weiter gehen, indem man Jugendlichen die Möglichkeit gibt selber die Regeln von virtuellen Welten zu erstellen und eigene Spiele zu entwickeln.

Mehr zum Thema in meiner Präsentation.

Katharina Blum hat ein sehr informatives und wunderschönes Storify zum Vortrag angefertigt, Danke!

Weitres von der Tagung im Storify.

Minecraft: Education Edition und jetzt?

Microsoft hat MinecraftEdu von Teachergaming gekauft und bringt Mitte 2016 eine veränderte Version namens „Minecraft: Education Edition“ heraus. Glückwunsch an Santeri und sein Team von Teachergaming! Aber was bedeutet das für die Nutzung von Minecraft in Bildungskontexten? Bevor ich zu der Frage komme, kann man sich erst mal das sehr motivierende 🙂 Ankündigungsvideo anschauen:

Die für mich relevantesten Infos kurz zusammengefasst:
  • Minecraft: Education Edition baut auf MinecraftEdu auf, hat einige Features mehr (Student Portfolio, vereinfachte Navigation), andere weniger (z.B. Mod Support).
  • Minecraft Education Edition hat anders als MinecraftEdu monatliche Kosten (vermultich 5 Dollar pro Benutzer und Jahr). Das erste Jahr ist für Inhaber von MinecraftEdu aber frei. Für viele Bildungseinrichtungen ist ein Abomodell aber eventuell eher schwierig.
  • Jeder der MinecraftEdu bis Mitte 2016 gekauft hat, kann dieses danach normal weiter nutzen. MinecraftEdu soll erst mal bis Mitte 2016 weiterentwickelt werden. Danach sieht es vermutlich schlecht mit Updates aus. Der Hosting Service soll auch danach laufen.
  • Sehr praktisch fand ich beim Einsatz von MinecraftEdu dessen Offlinefunktion. Wenn man in der Schule nicht ins Netz kam, war das kein Problem. Und ich konnte eigene Lizenzen in die Schule mitnehmen und diese musste das Spiel nicht für einen einmaligen Workshop kaufen. Ob das weiterhin so einfach geht, kann man momentan nicht beantworten.
  • Auf der anderen Seite, können die Schüler Minecraft Education Edition auch zuhause nutzen. Praktisch.
  • MinecraftEdu läuft plattformübergreifend. Minecraft: Education Edition baut anscheinend auf der Windows 10 Version von Minecraft auf. Das heißt es läuft vermutlich nur auf Windows. Und die Windows 10 Version besitzt nicht alle Blöcke des „Erwachsenen“ Minecraft. Ich hoffe sehr Minecraft bessert in beiden Punkten nach. (Update: Das Spiel wird zum Start auf Windows 10 und Macs laufen.)
  • Aufgrund der Änderungen (Offline Modus, Userbindung, Abomodell) kann es Sinn machen jetzt noch zuzuschlagen und MinecraftEdu zu kaufen.
Stephen Elford sieht die Ankündigung von Microsoft kritisch und kommt zum Fazit:
Microsoft if you are reading, there are a couple of reasons around 10,000 schools in 45 countries purchased MinecraftEdu. It was VERY affordable, it crushed the vast majority of technical barriers to getting Minecraft into a school network and it made teachers jobs of managing server and managing students in the virtual space easier. If you want Education Edition to see the same, or even more success, in my opinion you have got to do something outstanding and I really look forward to seeing you do it.
Folgend habe ich noch ein paar weitere Infos aus den Faqs von Minecraft und MinecraftEdu.
Was ist Minecraft: Education Edition überhaupt laut der Minecraft FAQ?

Minecraft: Education Edition is a version of the popular open world game, Minecraft, specifically designed for classroom use. It contains features that make Minecraft more accessible and effective in a classroom setting including:

  • Enhanced maps with coordinates for students and teachers to find their way around the Minecraft world together.
  • Student Portfolio feature, where students can take photos and selfies to show their work and learning.
  • Enhanced multiplayer, where a classroom of up to 40 students can work together toward a greater world in Minecraft.
  • Login and personalization, where students have personalized avatars and feel more engaged in the game and teachers can know who each player is.
  • World import and export, where teachers and students can create and save their worlds in the game.“
Über die Unterschiede zwischen Minecraft: Education Edition und MinecraftEdu:
 
MinecraftEdu is a modified version of Minecraft developed for schools and sold by a company called TeacherGaming. Minecraft: Education Edition builds on the early learnings from MinecraftEdu, while growing and expanding its feature set. Working with the MinecraftEdu creators Joel Levin and Santeri Koivisto, we started with all the learnings from the EDU edition, and built its key features into the Minecraft: Education Edition. We also added new features including login and personalization, the student portfolio feature, a second screen experience for teachers, and the ability to save student progress.
Die für mich relevantesten Infos von der MinecraftEdu Seite:
In a nutshell:
  • You can keep using MinecraftEdu as long as you like
  • MinecraftEdu sales will continue normally for now
  • MinecraftEdu owners will be offered one year of the new Education Edition for free
  • MinecraftEdu Hosted Servers will keep working, and you can still sign up for them
  • TeacherGaming won’t be going anywhere and we have exciting new plans for the future!

Über die Unterschiede zwischen den Versionen:

Minecraft: Education Edition is built on the experiences we’ve had with with MinecraftEdu over the years so there will be a lot of similar features. In addition, the Education Edition will offer new, enhanced features such as student portfolio. (…)

Education Edition is still being developed and there are some features in MinecraftEdu that have not yet been announced for the Education Edition. They include

  • Mod support Currently there is no mod support in Education Edition. MinecraftEdu online mods will continue to function normally and you can install any Forge mods you want into MinecraftEdu.
  • Offline functionality MinecraftEdu doesn’t require student login and functions offline within school’s local area network. Education Edition introduces a new login system to provide more customizability and personalization.
  • Online hosting Right now, there are no plans to include an online hosting service for Minecraft: Education Edition. MinecraftEdu Classroom Server Hosting will operate normally even after the launch of Education Edition.

Update 1: Inzwischen gibt es mehr Infos: So wird es eine geschlossene Betaphase ab Mai und eine offene ab Juni geben. Das Spiel wird erst einmal auf Windows 10 UND aktuellen Macs laufen.

Update 2: Den aktuellen Installer von MinecraftEdu gibt es hier zum Download.

extralife – Eine Ausstellung zur Videospielkultur

Video von den Vorbereitungen

Revisited

Mit ein paar Wochen Abstand von der Eröffnung am 8.10. und dem damit im Vorfeld verbundenen Aufbaustress, habe ich mir am Samstag die extralife Ausstellung noch einmal angesehen. Es ist wirklich ein schönes Gefühl durch die Ausstellung zu schlendern und Besuchern dabei zu zu sehen, wie sie sich in den verschiedenen Räumen der Videospielkultur nähern.

Ich habe aber auch gemerkt, dass sich Personen, die bisher gar keinen Zugang zu Computerspielen haben mit dem Schritt zum (erfolgreichen) Spielen schwer tun. Zwar haben wir mehrere Räume und Ausstellungsstücke um auch die nicht-Zocker abzuholen. Auch sind alle Spiele mit Steuerungshinweisen und Beschreibungen versehen. Aber auch so erlernt man eine typische Ego Shooter Steuerung nicht in wenigen Sekunden. Spielepaten (wenn organisier/finanzierbar), ergänzende Let’s Plays oder eine extra Beschreibung für Spieleneulinge wären Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft.

extralife ist noch bis 22.11.2015 im Kunsthaus Nürnberg zu sehen und wurde von Dr. Patrick Ruckdeschel hauptsächlich und von mir Co-Kuratiert.

Links zu extralife

FundaMINT Minecraft Workshop

Zusatzinformationen zum Workshop „Computerspiele im Unterricht mit dem Beispiel Minecraft“ der Telekom Stiftung fundamint 21. und 22.9.2015 in Weimar.

Die Präsentation:

Links

MovBeats Probleme

Leider gibt es eine traurige Nachricht für alle MovBeats Fans wie mich. Die Exportfunktion der App funktioniert seit iOS 8 leider nicht mehr. Daher kann ich sie leider momentan nicht empfehlen. Ich spreche aber mit den Programmierern. Vielleicht tut sich da bald was.

Update: Ich finanziere die Weiterentwicklung der App. Vermutlich 1.4.2016 kann man wieder MovBeats erstellen. Bis dahin kann man auf die App MadPad (iPhone 0,99 €, iPad 2,69 €) ausweichen, die etwas kompizierter zu bedienen ist, da sie keinen eingebauten Sequencer hat, man also alles live einspielen muss. Und dafür ist es gut, Takt-sicher zu sein.

Was man mit MovBeats so anfangen kann sieht man im Video und genauer hier.

Weitere Apptipps für Appmusik, also Musik mit Smartphones und Tablets findet man auf meiner Seite zum Thema die auch weiterhin 75% meiner Seitenaufrufe ausmacht.

Mit Anytune Lieder lernen

Die App Anytune war ein Anlass meine Appmusik Seite zu aktualisieren. Mit der App kann man Stücke verlangsamen und Teile stetig wiederholen. Die App ist auch in der kostenlosen Version sehr mächtig und bietet viele kostepflichtige Optionen und Erweiterungen. Für Musiklehrer sind die Updates kostenlos. Hier ein Vergleich der Versionen.

Update: Bis 23.09.15 gibt es die App zu reduzierten Preisen.

Lightpainting und politische Kommunikation

2015 das Jahr des Lichts. Viele Konferenzen nehmen das Thema der Unesco auf. Auch die „International Conference on Communication and Light„.

International conference on Communication and Light

Ihr call for papers hat mich inspiriert Lightpainting unter dem Aspekt der (politischen) Kommunikation zu denken:

Lighting up the darkness, shooting energy balls, growing angel wings, leaving graffiti without trace … With the photo art technique „light painting“ you can create unbelievable images which you can use to communicate ideas in an exceptional way.
When you take a long exposure photo (10s+) in relative darkness you can paint with light like with a brush on canvas. In the session I discuss several topics connected to this technique which results in photos which look like computer generated while only using old photo tricks.
Already Picasso painted with light. Light painting is nothing new. But with the digital photo technology it has become much easier since you do not have to wait till the photos are developed giving you the possibly to correct the setup for your next picture.

Currently a second revolution shakes light painting scene. So far light painter were quite proud that their photos looked like they could only have been created with the use of computers (while actually modifying them in Photoshop and co. is actually frowned upon). But thanks to technical advances and Kickstarter campaigns, computer-controlled lights give the artists entirely new possibilities. With the www.thepixelstick.com you can simply „print“ any graphics in „real“ environments (samples). But do the additional opportunities weigh the loss of a part of the „analog“ touch of light painting?

Roughly 200 visitors of the re:publica 2015 set the light painting world record. www.1000lights.de/rp15

Another focus of the session is light painting and political communication. With the help of thousands of participants the speaker just set the light painting world record at the re:publica conference about digital society. Instantly after being taken the photo went trending on twitter, meaning it was the most talked on topic on twitter in Germany. With light painting you can involve people to paint their messages in thin air. You can draw a political message anywhere without leaving a physical trace. In guerilla lighting art performances this “jester’s license” is used to put a spotlight on neglected urban objects. Dark corners are “illuminated” giving evidence of a different reality.

During the session we discuss various techniques and applications for light painting. But additional to theoretical aspects we will go practical, dim the lights and make some photos ourselves. So bring lights (smart phones will also work). And if we are enough, we might even break the world record.

Update: My paper was accepted. Seems I am going to Portugal.

Meine Lightpaint Webseite: www.1000lights.de

Light Painting Weltrekord auf der re:publica

Lightpainting Weltrekord beim Kinderfotopreis am 10.07.2014 in München. Foto: Ulrich Tausend (JFF)

Lightpainting Weltrekord beim Kinderfotopreis am 10.07.2014 in München. Foto: Ulrich Tausend (JFF)

Am Do, 18:30 Stage 1, stellen wir mit Spree-Blick​ und den re:publica Gästen den Lightpainting-Weltrekord auf! Bringt Lichter! (FahrradLEDs, Lichterketten…)!
Alles was man wissen will auf meiner Lightpainting Seite: 1000lights.de/rp15

PS: We did it! Und das Bild ging gleich trending (war das meistdiskutierte Thema im deutschen Twitter)

Präsentation in Minecraft

Readme in Minecraft republica session rp15Für die unsere Minecraft Session auf der re:publica 15 am 5.5.2015 16:00-17:00 Sta-T haben wir uns etwas besonderes überlegt. Wir haben unsere Präsentation in Minecraft selbst umgesetzt. Weitere Infos auf meiner Seite zum Vortrag Minecraft:publica – Zukunftsstadt selbst gebaut.

re:publica 2015 Sessions

Das Internet und was es mit der Gesellschaft so anstellt, darum dreht sich die re:publica Konferenz in Berlin. Dieses Jahr (5.-7.5.2015) ist das Thema „Finding Europe“. Ich freue mich wieder dabei zu sein und viele interessante Leute (wieder) zu treffen. Meine eigene Session „Minecraftpublica – Zukunftsstadt selbstgebaut“ (Di,16:00-17:00, STG-T, auf der republica Seite und auf meiner) beschäftigt sich mit der Frage, wie man mit Minecraft spielerisch lernen kann und zwar zum Thema Städtebau. Folgerichtig bin ich im „Stadt der Zukunft“ Track des Wissenschaftsjahrs. Eine Besonderheit der Session – sie ist in Minecraft selbst umgesetzt und man kann während der Session (auch von ausserhalb) mitspielen.

2014 hat es David Hasselhoff (fast) auf meine Session geschafft. Diesmal kommt er aber ganz bestimmt.

2014 hat es David Hasselhoff (fast) auf meine Session geschafft. Diesmal kommt er aber ganz bestimmt.

Aber viel spannender. Was geht eigentlich sonst noch so? Ich habe mir das Programm mal angesehen und meine Favoriten unten zusammengestellt. Ich werde wohl relativ oft im re:learn track der zugegen sein. Medien und Lernen sind eben mein Ding. Genauere Infos zum Track gibt es im Artikel von Jöran Muuß-Merholz. Die politischen und gesellschaftlichen Themen der republica sind ein weiterer Interessensschwerpunkt. Neben den normalen Sessions werde ich bestimmt auch wieder etwas Lightpainting (1000lights.de) machen. Leider wurde meine republica Session zu diesem Thema abgelehnt und daher verbessern wir wohl nicht gemeinsam den Lightpainting Weltrekord und es wird weiter brav gesungen. Aber den Pixelstick und diverse andere Spielereien habe ich auf jeden Fall mal dabei.

Update: Der #rp15lights Weltrekord Versuch findet statt!

Dienstag 5. Mai
11:15-
11:45
Eröffnung Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt: raumlabor Stefan Müller, Jan Liesegang
13:30-
14:00
#butterbeidiefische
STG-2
14:45-
15:45
Fair Porn: Von Lust und Gewissen
STG-J
Jenny-Louise Becker, Djure Meinen
16:00-
17:00
Minecraftpublica – Zukunftsstadt selbstgebaut,
STG-T
Ulrich Tausend, Maximilian Vilser, Tobias Thiel
17:45-
18:15
Strategische Aufklärung? – Wie Geheimdienste Außenpolitik sabotieren, STG-8 Marcel DIckow
18:30-
19:00
“I’ve got nothing to hide” – A psychological perspective on the myth of collective privacy   Ricarda Moll
19:00-
19:30
Challenging Europe and the World: How China is Creating its Own Web (Experience)

Mittwoch 6. Mai
10:00-
10:30
Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführten – eine Rückschau auf die Jahre 2015 bis 2025 Jöran Muuß-Merholz
12:30-
13:00
The European Republic is under construction,
STG-1
Ulrike Guérot
12:30-
13:30
Access denied – Russia’s approach to internet censorship Andrei Soldatov
13:45-
14:15
The Time Travelling Classroom – Alternate Reality Gaming in Primary School Jan von Meppen, Fee Krämer, Ulrike Küchler
14:15-
14:45
Lightning Talks I: When Ideas Learn How to Fly: Crossing Cultural Boundaries with Geocaching Project Work
Die Zukunft des Lernens
Klexikon.de – auf dem Weg zu einer „Wikipedia für Kinder“
Anne Weibert,Caroline Harth,
Michael Schulte
15:00-
16:00
(Netz-)Politische Bildung mit Webvideo und YouTube Arne Busse, Marie Meimberg, Anna Moll, Daniel Seitz
16:15-
16:30
Imagining alternative agency in the digital society. Introduction to “Critical Technology education” Minna Saariketo
16:15-
16:45
Die Distinktion der Daten – wie der digitale Habitus das Netz prägt, STG-11 Yasmina Banaszczuk
17:30-
18:00
Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum. Jens Crueger
18:00-
18:30
Lightning Talks II: Making@Palestine
Allversity
eine Wikipedia für die Bildung
Oliver Stickel
Ysanne Choksey
Simon Köhl
18:45-
19:15
Nudge! Nudge! – Was Design von Verhaltenspsychologie lernen kann, STG-2
19:00-
20:00
Wieso Informatikunterricht mit Office und Minesweeper scheitern muss Saskia Esken, Maria Reimer, Peter Ganten, Christiane Brandes-Visbeck

Donnerstag 7. Mai
10:00-
10:30
Let’s talk about Meinungsfreiheit, baby!!1!
STG-1
Anne Wizorek
11:15-
12:15
Music Hackathons – A teaser for musicians, coders and makers to get involved, STG-7 Eric Eitel, Michaela Magas, Nadine Riede, Peter Kirn
12:30-
13:00
Spotify, Deezer und Co. – Warum die Nutzer Streamingdienste lieben und Musiker sie verfluchen, STG-7 Lutz Knappmann, Marie-Luise Heimer, Maurice Summen, Michael Bartle
12:30-
13:00
Filtering Iranian Women Mahsa Alimardani
13:00-
13:30
License More, Worry Less. Negotiating Playful Commons in Public Spaces, STG-3 Sebastian Quack,Gilly Karjevsky
13:00-
13:30
A Selfie with the King. Saudi Arabia: A Completely Different Social Media Experience, STG-9 Noujoum M
15:00-
16:00
 Learn Do Share – Open Design Game  Ele Jansen, Claire Marshall
17:00- Vorstellung Kunstprojekt, STG-2 Jacob Appelbaum, Ai WeiWei
17:30-
18:00
„And the winner is … Social-Media-Hackathon von IBM und re:publica #IBMHack #rp15“, STG-8 Kurt Rindle, Harald Uebele
18:30-
19:30
Closing Ceremony (Mit Light Painting Weltrekord #rp15lights),
STG-1
Die üblichen Verdächtigen + Ulrich Tausend

Weitere Tipps:

Und weil letztes Jahr so schön war:

Zugriff auf iOS Funktion „Geführter Zugriff“ einschränken

iOS (iPad/iPhone) hat die gelungene „Geführter Zugriff“ Funktion um den Umgang mit dem Gerät vorübergehend auf eine einzelne App zu beschränken. Man kann auch einstellen, dass nach einer gewissen Zeit, die gewählte App gar nicht mehr genutzt werden kann.

Also praktisch für Eltern, die ihren Kindern vorübergehend nur das Nutzen einer App erlauben wollen ohne ihnen permanent über die Schulter zu schauen. Man kann den Modus aber auch gut als Präsentationsmodus bei Messen usw. nutzen. Knapp und gut erklärt der iPhone Blog die Funktion in seiner Reihe iOS Grundlagen:

Gerade hatte ich aber ein kleines Problem mit dem „Geführten Zugriff“. Ich hatte meine Pin, die ich vor längerem festgelegt hatte, vergessen. Als ich den geführte Zugriff dann wieder aktiviert habe, kam ich nicht mehr aus der App. Wenn man aber länger (ca. 10 Sekunden) den Home und An/Ausknopf gleichzeitig drückt, dann startet das Gerät neu. Nach Eingabe des bei mir vorhandenen (Start)codes konnte ich den Pin des geführten Zugriffs einfach abschalten oder ändern.

Das klappt übrigens nicht, wenn man keinen (Start)code eingegeben hat. Dann startet das Gerät direkt wieder in die geführte App. Man ist also gefangen was ja Sinn der Sache ist, da man nicht will, dass jemand den Schutz einfach aufheben kann. Hat man keinen Startcode eingegeben oder diese auch vergessen, so kommt man nur mit der aufwändigen Neuinstallation des Gerätes weiter. Ein weiterer Grund einen Code zu nutzen.

Appmusik mit Android – da geht (endlich) was!

Lange waren Apple Tablets und Smartphones die Geräte der Wahl für Appmusik. Hintergrund war die problematische Latenz (Verzögerung) die Musikproduktion auf Android Geräten ausbremste.

Doch hier hat sich seit Ende 2014 einiges getan. Mit Android 5 Lollipop verspricht Google Besserung. Samsung hat für seine Geräte das Samsung Professional Audio SDK herausgebracht, das ca. 17ms Latenz ermöglichen soll. Dazu spendiert die Firma Galaxy Geräten die anscheinend sehr brauchbare, kostenlose Soundcamp App die im folgenden Video sehr ausführlich (44 Minuten) präsentiert wird:

Dazu kommt IK Multimedia hat eine Lösung für alle Android Geräte ab Version 4.0 (und USB host mode/OTG mode) in Arbeit.

Grund genug meinen Appmusik Artikel (der 75% der Aufrufe dieses Blogs ausmacht) in den nächsten Tagen (das erste Update ist schon online) zu aktualisieren:

www.tausend-medien.de/appmusik

Wie hoch ist die Audio Latenz bei deinem Gerät? Die App Caustic 2 zeigt in den Optionen eine Latenz-Schätzung, die aber nur einen Teil der Latenz abdeckt). Ich hoffe auf eure Erfahrungen!

Live Light Painting im Nachtatelier

HexHexBei der Vernissage im Atelier am Sendlinger Tor konnte man am 14.3.2015 Light Painting live ausprobieren. Die Ergebnisse gibt es hier. Hat mir (und anscheinend auch den anderen Beteiligten) großen Spaß gemacht. Die Fotos sind alle jeweils so innerhalb einer Aufnahme entstanden und wurden nicht am Computer mit Photoshop oder co. modifiziert.

Mehr Lightpainting: 1000lights.de

Das Serious Game Spielfieber wirkt

Die Evaluation der Uni Bremen des von mir mitentwickelten Serious Game „Spielfieber, der Countdown läuft“ ist abgeschlossen.

Das Spiel funktioniert wie intendiert und führt zu einer Verringerung von glücksspielbezogenen Fehleinschätzungen ohne das Interesse an Glücksspielen zu steigern.

Ich zitiere aus der Studie:

„Bilanzierend bleibt festzuhalten, dass mit „Spielfieber“ auf ein innovatives und probates Tool zur Prävention der Glücksspielsucht zurückgegriffen werden kann, das im Rahmen einer Kombination aus verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen einen sinnvollen Beitrag zur Glücksspielsuchtprävention liefert.“

Aufgrund der guten Ergebnisse wird das Spiel weiterentwickelt und auf Smartphones und Tablets (iOS und Android) portiert.

Detailiertere Informationen und die ganze Studie zum Download gibt es hier:
http://www.spielfieber.net/evaluation/

Die Pressemitteilung findet man hier.

Danke an den Auftraggeber Aktion Jugendschutz Bayern (insbesondere Daniel Ensslen),  meine Co-Entwickler Fine Fin und SgtRumpel sowie Christian Ganser von der Fakultät für Soziologie der LMU München, Niels Brüggen, Gisela Schubert und Sebastian Ring vom JFF für Unterstützung der Evaluation.