Games als Partizipationstools #git16

Partizipation mit Computerspielen? In meiner Session beim Gautinger Internettreffen haben wir uns unterschiedliche Beispiele angesehen, wie das gehen kann. Aber auch wo das Medium Computerspiele Partizipation nicht so einfach zulässt. Denn Computerspiele sind regelbasierte Systeme mit dem Computer als „Schiedsrichter“. Und mit dem Computer kann man nicht gut verhandeln um Regeln des Spiels an die eigenen Bedürfnisse anzupassen und so partizipativ das Medium mit zu gestalten oder es im Sinne von Partizipation zu nutzen.
Einen interessanten Weg geht die „Initiative Creative Gaming“. Sie bricht explizit die Spielregeln und „spielt“ mit den Spielen. Da wird das Ballerspiel zum Ballettanzen genutzt oder versucht hinter die Spielkulissen zu schauen.
Ein anderer Ansatz ist die Nutzung von Spielen, die wenige explizite Regeln haben wie zum Beispiel Open World Games. Diese simulieren ganze „Welten“ und in denen man mehr oder weniger frei bewegen und dabei die Welt subversiv zu eigen machen kann. Viele gelungene Beispiele für Partizipation bietet das Spiel Minecraft, das einem gar kein Spielziel vorgibt. Hier stelle ich einige Partizipationsprojekte vor, wie das UN Habitat Projekt „BlockByBlock“ oder der Wettbewerb Zukunftsstadt des Wissenschaftsministeriums.
Aber mit Computerspielen kann man noch weiter gehen, indem man Jugendlichen die Möglichkeit gibt selber die Regeln von virtuellen Welten zu erstellen und eigene Spiele zu entwickeln.

Mehr zum Thema in meiner Präsentation.

Katharina Blum hat ein sehr informatives und wunderschönes Storify zum Vortrag angefertigt, Danke!

Weitres von der Tagung im Storify.

Präsentation in Minecraft

Readme in Minecraft republica session rp15Für die unsere Minecraft Session auf der re:publica 15 am 5.5.2015 16:00-17:00 Sta-T haben wir uns etwas besonderes überlegt. Wir haben unsere Präsentation in Minecraft selbst umgesetzt. Weitere Infos auf meiner Seite zum Vortrag Minecraft:publica – Zukunftsstadt selbst gebaut.

Trickfilmen kinderleicht

Im Mai und Juni 2013 haben wir im Offener Kindertreff Nordhaide der Diakonie Hasenbergl eV, München Trickfilm Workshops mit der iOS App Puppet Pals 2 (frei bzw. 5 €) durchgeführt.

Kurzfazit der Workshops:

  • Steuerung der Figuren und gleichzeitiges Sprechen in Echtzeit kann gerade Kindergarten Kinder überfordern.
  • Daher nicht einfach auch für Erwachsene „ansprechende“ Filme zu gestalten
  • Aber dafür spontane und schnelle Arbeitsweise möglich.
  • Anders als z.B. bei Stop-Motion Filmen spontane, improvisierte, „ungefilterte“ Ergebnisse.
  • Nützlich um Sprachfähigkeit zu trainieren.
  • Bei jüngeren steht Prozess und nicht Produkt im Vordergrund.
  • Die App stürzt teilweise ab.
  • Wir empfehlen die Version für 5 Euro, da man hier eigene Bilder einfügen kann.

Weitere Infos finden sich in der Präsentation Trickfilmen mit Puppetpals sowie einem ausführlicheren Bericht auf kooperationsprojekte-muc.de. Die Filme kann man auf der Seite des Offenen Kindertreff Nordhaide ansehen.

Für Hinweise für vergleichbare Apps für andere Smartphone- oder Tablet-Systeme sind wir dankbar.

Minecraft Pocket Edition im Kindermuseum

Heute ging das SpielendLernen Mediengelder Projekt in die finale Runde. Im Kinder- und Jugendmuseum haben Anna Bauregger (Architektin) und ich mit 5-13 jährigen Kindern gebaut. Anders als bei den ersten drei Workshops mit Schulklassen wurde diesmal nicht auf PCs und mittels der Modifikation MinecraftEdu gespielt. Stattdessen nutzen die vier Gruppen Tablets, auf denen die „Pocket Edition“ von Minecraft lief. Ich war überrascht wie viel die jeweils drei bis fünf Kids pro Gruppe in drei Stunden mit dieser reduzierten Minecraft Version hinbekommen haben. Hier ein paar kommentierte Bilder aus dem Projekt. Mehr Infos gibt es in einem Artikel im Medienpädagogik Praxis Blog. Der Workshop lief im Rahmenprogramm der hervorragenden „Hausgedacht -Architektur planen, bauen, gestalten“ Ausstellung im Kinder- und Jugendmuseum München, die nur noch bis 3. November läuft.

Teamwork.

Teamwork.

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HeimatBeatz: Hip-Hop-Song aus Stadtteil-Geräuschen reloaded

2012 haben wir Local Beatz in der Freizeitstätte KistE durchgeführt. Die Jungs und Mädels der KistE haben Töne aufgenommen, diese zu einem Beat verarbeitet, dazu zum Thema „Hasenbergl“ (dem Stadtviertel) getextet und gerapped. Das Projekt lief insgesamt sehr positiv aber wir hatten beim ersten Durchlauf drei Probleme identifiziert:

Heimat Beatz in der Freizeitstätte KistE

  1. Das Beschneiden der aufgenommenen Töne ist relativ nervig und langwierig, weswegen wir als Pädagogen es übernommen haben.
  2. Es konnte an vielen Stellen im Haus getextet werden, es konnten aber immer nur wenige im Studio am Beat arbeiten oder aufnehmen.
  3. Zwar hatten ein paar Mädels getextet aber keines wollte rappen. Insgesamt war es schwierig Mädchen zur Mitarbeit zu motivieren.

Bei der Weiterentwicklung des Projektes unter dem Namen „HeimatBeatz“ haben wir uns diesen drei Problemen angenommen: Weiterlesen

SpielendLernen mit Minecraft

Minecraft Modulare Bauweise während MinecraftEdu Workshop

Das Computerspiel Minecraft ist bei Jugendlichen sehr populär. Und das ist wunderbar, denn es ist nicht nur ein klasse Spiel, das an Sandkästen und Lego erinnert, sondern auch noch pädagogisch sehr spannend.
Das haben wir uns im Mediengelder Workshop „Spielend Lernen“ zu nutze gemacht und mit drei Klassen des Städtischen Lion-Feuchtwanger Gymnasiums mittels Minecraft in Kunst dem Thema Architektur genähert.

Auf dem Medienpädagogik Praxis Blog habe ich einen ausführlichen Artikel über Minecraft in pädagogischen Settings veröffentlicht.

Weiter unten die Bildergalerien und Serverdateien – zum bestaunen und weiterbauen.

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Workshop: BeatVIDEO im Kinder- und Jugendmuseum München

Die Kinderwerkstatt bei der Neueröffnung lief klasse (Ergebnisvideos). Daher freut es mich noch in den Sommerferien einen weiteren BeatVIDEO Workshop durchzuführen. Diesmal im Kinder- und Jugendmuseum München, wo uns die Dschungelausstellung inspiriert. 19 Filme und ein Making Of sind online.

Link zu allen Videos auf Youtube.

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“SPIELfilmen” und das Netz gestalten – Machinima Workshop

Gemeinsam mit meiner Creative-Gaming-Kollegin Jana Dugnus habe ich im Sommer 2011 Machinima Workshops in München durchgeführt, bei denen zum ersten mal Bildmaterial aus der Realität in Bildschirme innerhalb Sims 2 übernommen wurden.

Hier die online verfügbaren Filme aus den Workshops:

Die gesamte Playlist mit allen neun Filmen findet sich hier:
www.youtube.com/playlist?list=PLDEE2BEE94062DF92

Mediengelder – SPIELfilmen Workshop Abschlusspräsentation

Im folgenden die ausführliche Beschreibung des Projektes „SPIELfilmen“:

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Geotainment mit Jugendlichen – Medienpädagogische GPS Mission

Für einen Artikel in der Zeitung MEdien ERziehung wurde ich gebeten  über die „Medienpädagogischen GPS Mission“-Workshops zu berichten. Solche Anfragen nimmt man gerne zum Anlass das Projekt mit etwas Abstand noch einmal zusammenfassend zu beschreiben. Kurz: Zwei Gruppen von Jugendlichen erstellen je eine virtuelle Schnitzeljagt und testen dann die jeweils andere.

Anfang 2010 haben Marike Schlattmann und ich zum ersten mal die „Medienpädagogische GPS Mission“ durchgeführt. Beim Geocatching Camp wurden wir gebeten das Projekt im kleinen Rahmen zu wiederholten und über das Projekt zu berichten. Hier die Slides:

Zusammenfassung des ursprünglichen Projektes:

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Medienpädagogik und Little Big Planet:

Für das Projekt „Zirkuslust – Little Big Circus“ bin ich in den Zirkus gegangen. Gemeinsam mit Kindern mit Videospiel-Controllern in der Hand haben wir dort die Grenze zwischen Videospiel und Realität in Frage gestellt. Mehr zum Projekt gibt es in meinem Gastbeitrag für den Medienpädagogik Praxis Blog.

Einen Eindruck vom Projekt vermitteln diese Bilder (und ja, im Zirkus verkleiden sich auch die Workshopleiter 🙂 ):

In diesem Artikel will ich stärker auf die generelle Nutzbarkeit von Little Big Planet 2 in der Medienpädagogik eingehen. Außerdem gebe ich praktische Tipps für die Arbeit mit dem Spiel.

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Local Beatz – Vertone dein Stadtviertel

Gibt die Rutsche auf dem Spielplatz einen guten Bass ab? Erinnert der Ton nach Betätigen des „C“-Knopfs des Fahrkartenautomaten nicht an das Durchladen einer Waffe? Und wie klingt die Blechwand des Einkaufszentrums?

Beim Projekt „Hasenbergl Beatz“ haben Besucher der Freizeitstätte KistE Sounds aus ihrer unmittelbaren Umgebung aufgespürt und aufgenommen. Im Musikstudio der KistE haben sie aus den Tönen mit Hilfe der „MASCHINE“ einen Hip Hop Beat erstellt, auf den dann über das Stadtviertel gerappt wurde.

Bei der Abschlusspräsentation war den Teilnehmern am Projekt „Local Beatz“ der Stolz über das Erreichte anzusehen.

Der Film zum Projekt:

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Creating geotainment with teenagers

At the moment I am working on a pretty exciting project which I got funded by the City of Munich. Based on free www.gps-mission.com. I am enabling educationally disadvantaged teenagers to create, review and play geotainment.

During the two day course two groups of teenagers first scout the area to come up with riddles based on their surroundings. With these each group creates a „GPS Mission“which the other group tests and reviews.

We also discuss basics of game design and storytelling. Goal is not to have bare riddles but to decide on a story which link the places and objectives together. Nice examples groups came up with till now are a suspense secret agent story and a voyage to Harry Potters Hogwarts (with a Bus Stop standing for Platform Nine and Three Quarters).
The kids love that they can use an iPhone to play the mission and are very motivated. The geotainment aspects makes it easier for the kids to be creative as we are working not only in virtual but also real space and they can basically „touch“ the riddles. One challenging aspect of the concept is that I only have a limited amount of iPhones and therefore don’t have a smart phone per kid. In a week I will try the project with 5 kids per iPhone which I think is the upper limit.
I would like to thank some people who helped to get the project to where it is now:
  • Mobile learning expert Chris Nash with whom I had an inspiring discussion in London
  • Marike Schlattmann from Lern-welten is working with me on the project.
  • and last but not least the City of Munich and Netzwerk Inter@ktiv which are open for innovative media education projects.

Update:

You can find a summary of the projekt results here:
http://ulrichtausend.com/2012/gpsmission