Merkel lässt in Minecraft Kühe fliegen, und das ist gut so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die gamescom eröffnet und dabei auch am Minecraft Stand vorbei geschaut. Hier meine Einschätzung was das für die Medienpädagogik bedeutet.

Bei dem Besuch hat ihr der Lehrer Mirek Hancl und einer seiner Schüler vom Gymnasium Uelzen gezeigt wie man das Bohrsche Atommodell mit Minecraft vermitteln kann. Sie stellten aus Elektronen, Protonen und Neutronen Helium her, das sie in einen Ballon füllten. Den befestigte Merkel dann im Spiel an einer Kuh, die sogleich in die Luft schwebte und den Reichstag von oben betrachten konnte (31:50). Mirek Hancl hat die Unterrichtsstunde und Begleitmaterialien schon 2014 im Sinne des Gemeinschaftsgedanken als Open Educational Ressources veröffentlicht, so dass sie von anderen Lehrern genutzt werden kann.

Anschließend wurde Angela Merkel von einer Microsoft Mitarbeiterin die Minecraft Education Edition vorgestellt.

Minecraft war ursprünglich sehr offen angelegt, so dass es auf praktisch allen Systemen lief und es einfach war das Spiel zu modifizieren. Eine dieser Modifikationen aus der Community war MinecraftEdu, das von Lehrern für den Einsatz an Schulen entwickelt wurde. Nach dem Kauf von Minecraft und MinecraftEdu durch Microsoft hat der Konzern eine neue Entwicklungsrichtung eingeschlagen. Microsoft veröffentlichte eine neue Minecraft Version, die nicht mit alten Rechnern sondern nur mit Windows 10 und aktuellen Macs kompatibel ist. MinecraftEdu wurde eingestellt und wird nicht mehr verkauft.

Die neue Minecraft Education Edition ist an sich eine tolle Sache für den Einsatz in Schulen. Doch da sie auf der neuen Minecraft Version basiert ist sie nur mit Windows 10 und Mac nutzbar. Beides habe ich in Deutschland in einer Schule noch nicht angetroffen, was ihrer Nutzung leider im Wege steht.
Doch auch mit Windows 10 und der Education Edition hätte man das eingangs gezeigte Beispielstunde zum Bohrschen Atommodell nicht durchführen können. Denn diese setzt die Modifikation „Advanced Chemistry“ voraus. Und Modifikationen gibt es bei der Education Edition (noch) nicht.

Die Präsentation verdeutlicht gut eine große Stärke von Minecraft: die aktive Community, die kostenlos Modifikationen, Karten und Unterrichtspläne erstellt. Und die Präsentation zeigt auch die große Schwäche der Minecraft Neuentwicklung für Windows 10 sowie die darauf basierende Education Edition, die genau diese Modifikationen nicht mehr unterstützt.

Nach der Präsentation wollte Angela Merkel wissen, wie Mirek Hancl ursprünglich auf Minecraft kam. Er hatte den Tipp von seinen Schülern und diese hätten es ihm erklärt. Daraufhin stellte Merkel fest, dass es wichtig wäre, dass nicht nur einzelne Lehrer „by chance“ auf solche Methoden stoßen sollten. Stattdessen wäre es wichtig, sie systematisch in das Schulsystem einzubringen und stellt (als hätte sie nur darauf gewartet 😉) folgende Punkte vor:

Sie will einen Pakt von Bund und Ländern mit drei Zielen:

  1. (Digitale) Anbindung der Schulen in ländlichen Räumen.
  2. Die Weiterbildung von Lehrern fördern.
  3. Die Einrichtung einer E-Cloud mit digitaler Lehrinhalten auf Bundesebene aus denen sich Lehrer Bildungsinhalte aussuchen können.

Die Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Zumindest wennDie Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Zumindest wenn

  1. 1 die digitalen Anbindungen für Lernzwecke auch mit den Smartphones der SchülerInnen genutzt werden dürfen und deren potential für die Lehre nicht weiter unterdrückt wird,
  2. die Weiterbildungen nicht nur für einzelne Tools umfasst in Richtung lebenslanges Lernen und Erwerben von Kompetenzen inklusive dem anerkennen und nutzen des Expertenwissens von SchülerInnen geht und
  3. die Lernmittel in der E-Cloud im Sinne von OER unter einer CC Lizenz gestellt werden und Kommentare und Modifikationen ermöglichen.

Angela Merkel schloss mit den Worten:

Wir sind es den jungen Menschen schuldig, da müssen wir drauf reagieren. Ich habe hier etwas gelernt und hoffe das andere noch schneller lernen.

Zum Abschluss eine kleine Anekdote: Microsoft hatte im Vorfeld den Minecraft Youtuber Castcrafter und mich gebeten für sie den Reichstag in Minecraft für die gamescom zu bauen. Stattdessen habe ich für sie den von der Community gebauten Reichstag (User: FreakyPotato) recherchiert, vor dem Angela Merkel dann die Kuh steigen ließ.

Es lebe die Power der Community.

Wer mehr zum Thema Games im Unterricht wissen will: Ein Artikel zum Thema erscheint am Montag im Bildungsteil der SZ (Link zum Artikel). Wer es nicht erwarten kann: 2014 habe ich auf der re:publica ein Interview gegeben, das ich so immer noch unterschreibe.

Update:

Dieser Blog Artikel hat in der Facebook Gruppe „Minecraft/Minetest und Bildung (für Lehrer/Pädagogen)“ eine recht kontroverse Diskussion bezüglich der Einstellung von MinecraftEdu zu Gunsten von Minecraft Education Edition ausgelöst. In der Diskussion habe ich folgenden Vorschlag gemacht:

„Alle, die Minecraft Education Edition abonnieren bekommen MinecraftEdu zur Nutzung für die gleiche Anzahl an Personen dazu.“
Zusätzliche Kosten entstehen Microsoft keine. Im Gegenteil: Auch für Schulen, die noch kein Windows 10 haben, macht es so Sinn in eine Minecraft Bildungsversion zu investieren.
Nebeneffekt: Dann klappt das auch mit dem Bohrschen Atommodell per Mod.

Den ganzen Verlauf der Diskussion finden sie in der Minecraft Gruppe auf Facebook. Gerne lade ich sie ein sich dort oder unten in den Kommentaren in diesem Blog an ihr zu beteiligen.

Mit dem MakeyMakey Computerspiele „anfassen“

Mit dem einfach zu bedienenden Zubehör „MakeyMakey“ kann man Controller aus Früchten bauen, Musikinstrumente malen und Fitness-Spiele mittels Alufolie bauen.

Bei der BLM ErzieherInnen Fortbildung in Traunstein ist haben die Teilnehmerinnen schöne Beispielanwendungen gebaut:

Bei dem Workshop ist auch eine kompakte Webseite über das MakeyMakey und verwandte Themen entstanden:

sites.google.com/view/computerspiele

Minecraft: „Alles Super Duper“ oder was?

Minecraft „Better Together“ und „Super Duper“ Update? Der Trailer macht richtig Laune.

ABER:

So going forward, the edition you’ll find on Xbox One, Nintendo Switch, mobile and VR will simply be known as ‚Minecraft‘, a separate entity from ‚Minecraft: Java Edition‘

Und die beschriebenen Updates sind (so wie ich das verstanden habe) nicht für die Java Edition. Kommentar von der Facebook Seite:

Cool Minecraft. Leave Java out of it, keep hyping up your controlled-content platforms. What’s it good for anyway?
What’s that? Free versions of what you’re offering for sale? Mods that’ve existed for years doing what you’re now so proud to sell? A community of talented content creators pioneering new building tools? One of the largest freelance programming communities ever to grace the internet?
Huh. Wonder what free thing they’ll work to sell in their bubble next.
Connor Burslem

Das das gemeinsame Spielen zwischen der Java Version und den anderen Versionen sicherlich nicht einfach umzusetzen ist (unterschiedliche Codebase) ist klar. Dass Microsoft alle Versionen bis auf die Java Version pusht finde ich aus einer kommerziellen Sichtweise heraus verständlich – aber schade. Denn pädagogisch ist die Java version wegen seiner Modbarkeit und der damit verbundene Freiheit am „wertvollsten“.

Lernspiele und Individuelles Lernen in der Schule

Bei der Auftaktveranstaltung „Lernen im Ganztag“ wurde ich um einen Vortrag zum Thema „Lernspiele und individuelles Lernen in der Schule“ gebeten.

Der Bitte kam ich natürlich gerne nach. Im Vortrag beschreibe wie sich meine persönlichen Lernerfahrungen auf meine Lehrmethoden ausgewirkt haben und gehe auf Lernspiele und individuelles Lernen in der Schule ein. Mit behandelt werden die (Lern)spiele Spielfieber, Ludwig und Minecraft sowie die Quest to Learn Schule. Hier meine Präsentation.

In bezug auf neue Schulkonzepte kann ich Quest to Learn empfehlen:

Minecraft Wettbewerb Zukunftsstadt gewinnt Deutschen Preis für Onlinekommunikation

Unser Minecraft Wettbewerb Zukunftsstadt hat den deutschen Preis für Online-Kommunikation gewonnen!
Bei dem Wettbewerb wurden insgesamt 1,2 Mio. Personen erreicht und an das Thema „Nachhaltige Stadtentwicklung“ herangeführt. Über 90 Einzelpersonen und Gruppen reichten in Minecraft gebaute Städte zum Thema Zukunftsstadt ein.

Der #mcwz war ein Wettbewerb des Wissenschaftsjahres (Bundesministerium für Bildung und Forschung) mit den Kooperationspartnern JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis und der Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt. Pixelpark hat die Kommunikation für das BMBF gemacht (ihr rockt!). Anna Bauregger, Tobias Thiel und meine Wenigkeit waren konzeptionell eingebunden und in der Jury.
Los ging die Sache bei der re:publica 2015. Dort hatte ich Tobi gebeten mit mir zu präsentieren. Ich wollte, dass er dort den von ihm konzeptionierten Minecraft Wettbewerb „Faire Stadt“ vorstellt. Wir hatten dort vor gemeinsam zu einem weiteren Wettbewerb aufrufen und dafür Finanzierung einzutreiben. Doch dann wurden wir schon vor der Präsentation vom Wissenschaftsjahr gefragt, ob wir bei der Organisation eines Minecraft Wettbewerbes beteiligt sein wollen. Das JFF (bei denen ich Medienpädagogischer Referent bin) und die Akademie wurden Kooperationspartner. Zusammen mit Max Strohmeyer, Julia Huke, Debitor und vielen weiteren wurde dann der wirklich schöne Wettbewerb daraus.
Ich hab ja so das Gefühl es geht 2016 weiter. 😉

Der #mcwz auf Twitter.

Glückwunsch auch an die Bundeszentrale für politische Bildung, die für ihre YouTube-Newsformate „BrainFed“ & „TenseInforms“ ausgezeichnet wurden!

dpok- Deutscher Preis für Online Kommunikation

 

Minecraft: Education Edition und jetzt?

Microsoft hat MinecraftEdu von Teachergaming gekauft und bringt Mitte 2016 eine veränderte Version namens „Minecraft: Education Edition“ heraus. Glückwunsch an Santeri und sein Team von Teachergaming! Aber was bedeutet das für die Nutzung von Minecraft in Bildungskontexten? Bevor ich zu der Frage komme, kann man sich erst mal das sehr motivierende 🙂 Ankündigungsvideo anschauen:

Die für mich relevantesten Infos kurz zusammengefasst:
  • Minecraft: Education Edition baut auf MinecraftEdu auf, hat einige Features mehr (Student Portfolio, vereinfachte Navigation), andere weniger (z.B. Mod Support).
  • Minecraft Education Edition hat anders als MinecraftEdu monatliche Kosten (vermultich 5 Dollar pro Benutzer und Jahr). Das erste Jahr ist für Inhaber von MinecraftEdu aber frei. Für viele Bildungseinrichtungen ist ein Abomodell aber eventuell eher schwierig.
  • Jeder der MinecraftEdu bis Mitte 2016 gekauft hat, kann dieses danach normal weiter nutzen. MinecraftEdu soll erst mal bis Mitte 2016 weiterentwickelt werden. Danach sieht es vermutlich schlecht mit Updates aus. Der Hosting Service soll auch danach laufen.
    Update: MinecraftEdu wurde eingestellt. Kaufen oder von offizieller Seite herunterladen kann man es nicht mehr. Mehr datu am Ende des Artikels.
  • Sehr praktisch fand ich beim Einsatz von MinecraftEdu dessen Offlinefunktion. Wenn man in der Schule nicht ins Netz kam, war das kein Problem. Und ich konnte eigene Lizenzen in die Schule mitnehmen und diese musste das Spiel nicht für einen einmaligen Workshop kaufen. Ob das weiterhin so einfach geht, kann man momentan nicht beantworten.
  • Auf der anderen Seite, können die Schüler Minecraft Education Edition auch zuhause nutzen. Praktisch.
  • MinecraftEdu läuft plattformübergreifend. Minecraft: Education Edition baut auf der Windows 10 Version von Minecraft auf. Und die Windows 10 Version besitzt nicht alle Blöcke des „Erwachsenen“ Minecraft. Ich hoffe sehr Minecraft bessert in beiden Punkten nach.
    Update: Das Spiel wird zum Start auf Windows 10 und Macs laufen. Ältere Windows Versionen und Linux sind bei der neuen Version raus.
  • Aufgrund der Änderungen (Offline Modus, Userbindung, Abomodell) kann es Sinn machen jetzt noch zuzuschlagen und MinecraftEdu zu kaufen.
    Update: Wer zu spät kommt… MinecraftEdu ist nicht mehr verfügbar. Wenn Schulen nicht Windows 10 oder Mac nutzen und nicht schon Lizenzen haben können sie Minecraft Bildungsversionen nicht mehr legal erwerben.
Stephen Elford sieht die Ankündigung von Microsoft kritisch und kommt zum Fazit:
Microsoft if you are reading, there are a couple of reasons around 10,000 schools in 45 countries purchased MinecraftEdu. It was VERY affordable, it crushed the vast majority of technical barriers to getting Minecraft into a school network and it made teachers jobs of managing server and managing students in the virtual space easier. If you want Education Edition to see the same, or even more success, in my opinion you have got to do something outstanding and I really look forward to seeing you do it.
Folgend habe ich noch ein paar weitere Infos aus den Faqs von Minecraft und MinecraftEdu.
Was ist Minecraft: Education Edition überhaupt laut der Minecraft FAQ?

Minecraft: Education Edition is a version of the popular open world game, Minecraft, specifically designed for classroom use. It contains features that make Minecraft more accessible and effective in a classroom setting including:

  • Enhanced maps with coordinates for students and teachers to find their way around the Minecraft world together.
  • Student Portfolio feature, where students can take photos and selfies to show their work and learning.
  • Enhanced multiplayer, where a classroom of up to 40 students can work together toward a greater world in Minecraft.
  • Login and personalization, where students have personalized avatars and feel more engaged in the game and teachers can know who each player is.
  • World import and export, where teachers and students can create and save their worlds in the game.“
Über die Unterschiede zwischen Minecraft: Education Edition und MinecraftEdu:
 
MinecraftEdu is a modified version of Minecraft developed for schools and sold by a company called TeacherGaming. Minecraft: Education Edition builds on the early learnings from MinecraftEdu, while growing and expanding its feature set. Working with the MinecraftEdu creators Joel Levin and Santeri Koivisto, we started with all the learnings from the EDU edition, and built its key features into the Minecraft: Education Edition. We also added new features including login and personalization, the student portfolio feature, a second screen experience for teachers, and the ability to save student progress.
Die für mich relevantesten Infos von der MinecraftEdu Seite:
In a nutshell:
  • You can keep using MinecraftEdu as long as you like
  • MinecraftEdu sales will continue normally for now
  • MinecraftEdu owners will be offered one year of the new Education Edition for free
  • MinecraftEdu Hosted Servers will keep working, and you can still sign up for them
  • TeacherGaming won’t be going anywhere and we have exciting new plans for the future!

Über die Unterschiede zwischen den Versionen:

Minecraft: Education Edition is built on the experiences we’ve had with with MinecraftEdu over the years so there will be a lot of similar features. In addition, the Education Edition will offer new, enhanced features such as student portfolio. (…)

Education Edition is still being developed and there are some features in MinecraftEdu that have not yet been announced for the Education Edition. They include

  • Mod support Currently there is no mod support in Education Edition. MinecraftEdu online mods will continue to function normally and you can install any Forge mods you want into MinecraftEdu.
  • Offline functionality MinecraftEdu doesn’t require student login and functions offline within school’s local area network. Education Edition introduces a new login system to provide more customizability and personalization.
  • Online hosting Right now, there are no plans to include an online hosting service for Minecraft: Education Edition. MinecraftEdu Classroom Server Hosting will operate normally even after the launch of Education Edition.

Update 1: Inzwischen gibt es mehr Infos: So wird es eine geschlossene Betaphase ab Mai und eine offene ab Juni geben. Das Spiel wird erst einmal auf Windows 10 UND aktuellen Macs laufen.

Update 2: MinecraftEdu kann man weder von Microsoft kaufen noch die Installer herunterladen.

extralife – Eine Ausstellung zur Videospielkultur

Video von den Vorbereitungen

Revisited

Mit ein paar Wochen Abstand von der Eröffnung am 8.10. und dem damit im Vorfeld verbundenen Aufbaustress, habe ich mir am Samstag die extralife Ausstellung noch einmal angesehen. Es ist wirklich ein schönes Gefühl durch die Ausstellung zu schlendern und Besuchern dabei zu zu sehen, wie sie sich in den verschiedenen Räumen der Videospielkultur nähern.

Ich habe aber auch gemerkt, dass sich Personen, die bisher gar keinen Zugang zu Computerspielen haben mit dem Schritt zum (erfolgreichen) Spielen schwer tun. Zwar haben wir mehrere Räume und Ausstellungsstücke um auch die nicht-Zocker abzuholen. Auch sind alle Spiele mit Steuerungshinweisen und Beschreibungen versehen. Aber auch so erlernt man eine typische Ego Shooter Steuerung nicht in wenigen Sekunden. Spielepaten (wenn organisier/finanzierbar), ergänzende Let’s Plays oder eine extra Beschreibung für Spieleneulinge wären Verbesserungsmöglichkeiten für die Zukunft.

extralife ist noch bis 22.11.2015 im Kunsthaus Nürnberg zu sehen und wurde von Dr. Patrick Ruckdeschel hauptsächlich und von mir Co-Kuratiert.

Links zu extralife

Präsentation in Minecraft

Readme in Minecraft republica session rp15Für die unsere Minecraft Session auf der re:publica 15 am 5.5.2015 16:00-17:00 Sta-T haben wir uns etwas besonderes überlegt. Wir haben unsere Präsentation in Minecraft selbst umgesetzt. Weitere Infos auf meiner Seite zum Vortrag Minecraft:publica – Zukunftsstadt selbst gebaut.

Das Serious Game Spielfieber wirkt

Die Evaluation der Uni Bremen des von mir mitentwickelten Serious Game „Spielfieber, der Countdown läuft“ ist abgeschlossen.

Das Spiel funktioniert wie intendiert und führt zu einer Verringerung von glücksspielbezogenen Fehleinschätzungen ohne das Interesse an Glücksspielen zu steigern.

Ich zitiere aus der Studie:

„Bilanzierend bleibt festzuhalten, dass mit „Spielfieber“ auf ein innovatives und probates Tool zur Prävention der Glücksspielsucht zurückgegriffen werden kann, das im Rahmen einer Kombination aus verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen einen sinnvollen Beitrag zur Glücksspielsuchtprävention liefert.“

Aufgrund der guten Ergebnisse wird das Spiel weiterentwickelt und auf Smartphones und Tablets (iOS und Android) portiert.

Detailiertere Informationen und die ganze Studie zum Download gibt es hier:
http://www.spielfieber.net/evaluation/

Die Pressemitteilung findet man hier.

Danke an den Auftraggeber Aktion Jugendschutz Bayern (insbesondere Daniel Ensslen),  meine Co-Entwickler Fine Fin und SgtRumpel sowie Christian Ganser von der Fakultät für Soziologie der LMU München, Niels Brüggen, Gisela Schubert und Sebastian Ring vom JFF für Unterstützung der Evaluation.

Schlechte Aussichten für Anti-Kriegs -Shooter

Vor vier Jahren habe ich über „Anti War Games“ geschrieben. Seitdem ist (entgegen meiner Befürchtungen) ein wirklich sehr guter Anti-Kriegs-Shooter entwickelt worden. „Spec Ops: The Line“ wurde von der Kritik zurecht hoch gelobt. Das Videospiel ist eine Neuinterpretation von Joseph Conrads Klassiker „Herz der Finsternis“ (das auch schon „Apokalypse Now“ inspirierte).  Leider wird es vermutlich keine Fortsetzung des Spiels geben. Laut Gamestar hat sich das Spiel schlicht zu schlecht verkauft. Sie zitieren den Yager Studio Gründer Timo Ullmann:

»Die Leute, die sich für einen intellektuelleren Ansatz interessieren«, sagt er, »werden vermutlich immer eine kleine Minderheit bleiben. Eine Elite, wenn man so will. Bei den Kosten, die hinter den absoluten Top-Produktionen stecken, wird es immer ein großes Risiko sein, das Spiel zu sehr auf diese Gruppe zuzuschneiden.«

Zum Artikel auf Gamestar.

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Minecraft (und ich) im Radio

Spielwiese Beitrag Minecraft

Ich mag die verspielte Puls Sendung „Spielwiese„. Ihre aktuelle Folge „Willkommen in der Würfelwelt!“ geht über die Faszination von Minecraft. Es hat mich sehr gefreut, dass mich Christoph Gurk für die Folge zum Thema in „Minecraft in Bildungskontexten“ interviewt hat. Die ganze hörenswerte Folge gibt es hier zum Hören. Zu einer ausführlicheren Version des Interviews kommt man direkt hier.

„100 Millionen Spieler und unendlich viele Klötzchen: Das Indie-Game „Minecraft“ ist das erfolgreichste Computerspiel ever. Die Spielwiese begibt sich in ein Universum voller Würfel und Wunder.“

Unterschiede der Minecraft Versionen

In verschiedenen Kontexten erreichte mich die Frage, wo denn die Unterschiede zwischen den verschiedenen Minecraft Versionen liegen. Hier ein kurzer und unvollständiger Überblick. Ich freue mich auf Kommentare bezüglich Ergänzungen und Korrekturen. Unter der Tabelle gehe ich noch Vertiefend auf bestimmte Unterschiede zwischen den Versionen ein. Dabei

  1. beschreibe ich Open Source Alternativen zu Minecraft,
  2. beantworte die Frage warum ich die Minecraft Variante für PCs den Versionen auf Konsolen, Smartphones und Tablets vorziehe
  3. und beschreibe Vorteile von MinecraftEdu für Lehrumgebungen.

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Minecraft Session auf der re:publica

Minecraft Session auf der re:publika

„Brechen wir auf IN DIE (#Minecraft) WILDNIS – in der Schule“ 
Link zur Beschreibung. Link zum Audiostream.

Lernspiele haben ihre Berechtigung. Aber teilweise machen ungezähmte, kommerzielle Spiele den besseren Lern-Job. In meiner Session auf der re:publica (7.5. 13:45-14:00 in Berlin) zeige an Beispielen wie man kommerzielle Spiele wie Minecraft in Lernsituationen einsetzen kann. An Minecraft besonders spannend sind dabei nicht nur die Möglichkeiten des Spieles an sich, sondern auch auf die vielfältigen gruppendynamischen Prozesse, die gemeinsame Bauprojekte mit sich bringen. Wie können wir Spiele, die die Schüler gerne spielen, für das Lernen nutzbar machen?

Und dazu gab es nicht nur was auf die Ohren, sondern es konnte selbst Hand angelegt werden. Während der re:publica konnte man MinecraftEdu kostenlos ausprobieren. Bitte nach der Konferenz wieder löschen (Um MinecraftEdu auszuprobieren benötigt man einen Minecraft Lizenz).
Anleitung –>
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SpielSpiel: Das gamegame auf deutsch

Um Gamedesign Workshops  aufzulockern eignet sich das Kartenspiel „gamegame“ bzw. dessen deutsche Variante „SpielSpiel“ ganz wunderbar. Beide Varianten kann man hier herunterladen: http://boardgamegeek.com/boardgame/20684/gamegame.

Da die Seite etwas unübersichtlich ist hier die direkten Links zu den deutschen Karten und der englischen Anleitung.
Weitere Infos zum Einsatz des Spiels findet man im Creative Gaming Blog.

Viel Spaß beim SpielSpielen.

Creative Gaming in Regensburg

Am 24. und 25.02.2014 zog Creative Gaming in das Kulturzentrum W1 im schönen Regensburg. Als Referent konnte ich am Freitag 10 hochmotivierte Medienpädagogen Einblicke in die Methoden von Creative Gaming von Machinimas mit Sims über Balletttanzen im Ballerspiel bis Streetgames und MakeyMakey geben. Anschließend wurden vier Spielideen mit Kodu entwickelt um abschließend in lockerer Runde konkrete Anwendungsbeispiele zu besprechen.

Am Samstag wurden dann neun Jugendliche kreativ. Auch hier entstanden wieder vier Spiele die man hier herunterladen und (wenn man das kostenlose Microsoft Kodu installiert hat) spielen kann.

Bei den Kodu Workshops habe ich zum ersten mal auch auf die hervorragenden Materialien vom Gameslab zurückgegriffen, die es hier zum Download gibt. Weiterlesen