Let’s Plays: Das Medienphänomen 2012

Let’s Plays waren für mich das Medienphänomen 2012. Zwar gab es die ersten schon 2006, aber erst in diesem Jahr wurden sie in Deutschland einer weiteren Öffentlichkeit bekannt. So zählen Gronkh und Sarazar zu den erfolgreichsten Youtubern Deutschlands (978 tsd und 371 tsd Abonnenten). Zehntausende andere machen es ihnen gleich und erstellen kommentierte Gameplayvideos. Ich kenne ein paar professionelle Let’s Player die für mich anonym aus dem Nähkästchen geplaudert haben:

  • Was sind Let’s Plays?
  • Wie macht man gute Let’s Plays (Tips der Profis)?
  • Hintergründe und Faszination von Let’s Plays.
  • Kann man mit ihnen Geld verdienen?
  • Und was sagt die Medienpädagogik zu der ganzen Sache?

Dies alles und noch viel mehr gibt es hier:
www.tausend-medien.de/lets-play-faq/ 

„Spielfieber – der Countdown läuft“ ist online

Letztes Jahr habe ich auf dem Forum Medienpädagogik vor den Rundfunk und Medienräten Bayerns gesprochen. Nach meinem Vortrag wurde ich von einer Dame der Aktion Jugendschutz gefragt, wie man mit einem Computerspiel Jugendliche bezüglich des Themas „Glücksspielsucht“ sensibilisieren könnte.Gestern ging das Online Spiel „Spielfieber – der Countdown läuft…“ online. Es soll auf spielerische Weise über Glücksspiele informieren. Leider ist problematische Nutzung von Glücksspielen insbesondere bei Jugendlichen auf dem Vormarsch. Oft sind die Gefahren nicht ausreichend bekannt. Danke an die Aktion Jugendschutz Bayern, die den Mut gehabt hat zu diesem schwierigen Thema ein Serious Game zu finanzieren. Das Ergebnis ist nicht für Pädagogen sondern Glücksspielinteressierte gedacht und versucht auf einen „pädagogischen Zeigefinger“ weitestgehend zu verzichten und gerade so auf spielerische Weise zu informieren. Weiterlesen

Vortrag „Echte Serious GAMES“ und Fortbildung auf der gamescom

Donnerstag 16. bis Sonntag 19.08.2012 bin ich auf der gamescom in Köln. Dort halte ich einen Vortrag und gebe eine Fortbildung und treffe bestimmt wieder viele alte und neue Kontakte. Na wer ist bei der weltgrößten Spielemesse?

Vortrag: „Echte Serious GAMES“

Spielend lernen und/oder Werte vermitteln? Serious Games sind in aller Munde. Doch oft werden Programme als Serious Games bezeichnet die eigentlich keine Spiele sind sondern eher interaktiven Filmen oder die einem Quiz ähneln. In anderen Fällen nutzt man bestehende Spielmechaniken, die man als Belohnung in ein Lernprogramm integriert.

Doch damit ein Serious Game wirklich funktioniert muß der Lerninhalt zentral in der Spielmechanik verankert werden.
Bei meinem Vortrag an der Speakers Corner (Halle 10.1 Stand E051 F050) der gamescom am Freitag 17.8.2012 17:30 – 18:00 auf wird dieser Ansatz anhand von praktischen Beispielen verdeutlicht.

Programm der Speakers Corner.

Fortbildung „Games & Movies“

Am Samstag gebe ich ebenfalls auf der gamescom mit meinen Kollegen von Creative Gaming eine Fortbildung zum Einsatzes von Computerspielen in der pädagogischen Praxis.
Mehr Informationen und Anmeldung zum Seminar „Games & Movies“ finden sich hier. Die Fortbildung ist kostenlos, die Anfahrt wird übernommen.

Die Fortbildung wird veranstaltet von der Initiative Creative Gaming e.V. in Kooperation mit der bpb – Bundeszentrale für politische Bildung, dem Deutschen Multimediapreis – MB21 und dem Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF).

MyGames im Landtag

Letzten Juli haben wir bei der MyGames Tagung mit 120 Jugendlichen Pong gespielt. Morgen findet die letzte der Tagungen statt und zwar im Bayerischen Landtag. Und zwar mit klasse Programm.

Update:

Tolle Tagung! Die Jugendlichen standen wirklich im Mittelpunkt, hielten die Experten und Politiker auf Trab.

Über hundert Jugendliche plus Politiker und Experten sprechen im Bayerischen Landtag über Computerspiele

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D2Zoing

Zoing LogoD2Zoing war eines der ersten deutschen Massively Multiplayer Online Games und mein erstes Spiel. Es erfreute sich 2000-2002 recht großer Beliebtheit, wurde aber im Zuge des DotCom Crashes eingestellt. Es konnte mobil (SMS) und am PC (Flash-Multiplayer-Adventure) gespielt werden.

Ich habe eine Seite eingerichtet, auf der nach und nach noch erhaltene Zeugnisse von Zoing gesammelt werden sollen:

www.ulrichtausend.com/d2zoing

D2Zoing Hochzeit

Hier ein Screenshot von der ersten "User-Hochzeit" in Zoing. Für die Hochzeiten erstellten wir einen einen Ring, den nur die Spiele-Entwickler vergeben konnten. Man konnte also "offiziell" heiraten.

Why is the console games development in Germany relatively weak?

During the last days I was thinking about why in Germany the console games development is relatively week compared with other European countries. May it be a reflection of the Germany’s sub-strength (given its population size) retail console games market? Why are Germans relatively fond of PC games in comparison to console games.

To be honest I did not reach a conclusive answer on that. Below are couple of thoughts about it but the main idea of this post is to hopefully get some better ideas on the matter from you guys.

Generally I see two underlying factors:

1. Many Germans grew up not paying for games
The the PC scene has been pretty strong in Germany since the C64, Atari ST and Amiga days. It was very easy on these platforms to copy games. So many people from my age group (around 30) grew up without paying much for games. And I think these people mostly moved to the PC as it is also pretty easy on the PC to copy the games (again games for free), while it is more complicated on the console (especially as you basically also need a PC for that).
Therefore you have more people on PCs and less on consoles which could also explain why Germany is (from what I know) very strong in the open source or demo scene areas (both work without payment) as well as in the browser (mog) business.

2. Violence in games is seen more critical in Germany
Another factor could be, that in Germany negative effects of PC and Console Games (especially violence) are emphasised more strongly than in other countries (more on that in an WIRED article connecting this to the pacifistic ’never again‘ education style in Germany).
So on a individual level on average it is (or was) probably harder to get some money for a ‚only games‘ console games console from your parents than for a PC which can also be used for working.
On a company level the German state was pretty reluctant to sponsor PC games as well as console games development, probably again because of the relatively negative image of games being violent or addictive. Ego shooters are often called „Killerspiele (Killergames)“ in the media and some politicians not only want to ban the sale but also the production of these games. You probably heard that Crytec (Crysis) was openly stating in 2007 that they are thinking to relocate to another country (more). So some investors were probably scared away from founding AAA studios in Germany which often focus on console market. This may also explain why Germany is strong in the browser (mog) games marked as more clever coders tried to go in this direction as you don’t need much initial funding for developing these.

But times are changing
In recent times the discussion on violent computer games has died down a bit and currently the media is discussing games in a much friendlier light. And this development is not limited to casual games. For example also GTA4 was discussed repeatedly in German main stream (not video games) media as being a culturally interesting game for adults. Also December 2007 the German minister for culture announced that computer games are now considered to be a ‚Kulturgut‘ – a ‚cultural asset‘ – which can and should be sponsored by the state. The G.A.M.E. association (pretty much the same as the British TIGA) was lobbying for that since couple of years.
It is also interesting that Germany hosts the biggest European convention on console and pc games.

So it seems there is a lot of potential for catching up („Hello investors“).