Merkel lässt in Minecraft Kühe fliegen, und das ist gut so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die gamescom eröffnet und dabei auch am Minecraft Stand vorbei geschaut. Hier meine Einschätzung was das für die Medienpädagogik bedeutet.

Bei dem Besuch hat ihr der Lehrer Mirek Hancl und einer seiner Schüler vom Gymnasium Uelzen gezeigt wie man das Bohrsche Atommodell mit Minecraft vermitteln kann. Sie stellten aus Elektronen, Protonen und Neutronen Helium her, das sie in einen Ballon füllten. Den befestigte Merkel dann im Spiel an einer Kuh, die sogleich in die Luft schwebte und den Reichstag von oben betrachten konnte (31:50). Mirek Hancl hat die Unterrichtsstunde und Begleitmaterialien schon 2014 im Sinne des Gemeinschaftsgedanken als Open Educational Ressources veröffentlicht, so dass sie von anderen Lehrern genutzt werden kann.

Anschließend wurde Angela Merkel von einer Microsoft Mitarbeiterin die Minecraft Education Edition vorgestellt.

Minecraft war ursprünglich sehr offen angelegt, so dass es auf praktisch allen Systemen lief und es einfach war das Spiel zu modifizieren. Eine dieser Modifikationen aus der Community war MinecraftEdu, das von Lehrern für den Einsatz an Schulen entwickelt wurde. Nach dem Kauf von Minecraft und MinecraftEdu durch Microsoft hat der Konzern eine neue Entwicklungsrichtung eingeschlagen. Microsoft veröffentlichte eine neue Minecraft Version, die nicht mit alten Rechnern sondern nur mit Windows 10 und aktuellen Macs kompatibel ist. MinecraftEdu wurde eingestellt und wird nicht mehr verkauft.

Die neue Minecraft Education Edition ist an sich eine tolle Sache für den Einsatz in Schulen. Doch da sie auf der neuen Minecraft Version basiert ist sie nur mit Windows 10 und Mac nutzbar. Beides habe ich in Deutschland in einer Schule noch nicht angetroffen, was ihrer Nutzung leider im Wege steht.
Doch auch mit Windows 10 und der Education Edition hätte man das eingangs gezeigte Beispielstunde zum Bohrschen Atommodell nicht durchführen können. Denn diese setzt die Modifikation „Advanced Chemistry“ voraus. Und Modifikationen gibt es bei der Education Edition (noch) nicht.

Die Präsentation verdeutlicht gut eine große Stärke von Minecraft: die aktive Community, die kostenlos Modifikationen, Karten und Unterrichtspläne erstellt. Und die Präsentation zeigt auch die große Schwäche der Minecraft Neuentwicklung für Windows 10 sowie die darauf basierende Education Edition, die genau diese Modifikationen nicht mehr unterstützt.

Nach der Präsentation wollte Angela Merkel wissen, wie Mirek Hancl ursprünglich auf Minecraft kam. Er hatte den Tipp von seinen Schülern und diese hätten es ihm erklärt. Daraufhin stellte Merkel fest, dass es wichtig wäre, dass nicht nur einzelne Lehrer „by chance“ auf solche Methoden stoßen sollten. Stattdessen wäre es wichtig, sie systematisch in das Schulsystem einzubringen und stellt (als hätte sie nur darauf gewartet 😉) folgende Punkte vor:

Sie will einen Pakt von Bund und Ländern mit drei Zielen:

  1. (Digitale) Anbindung der Schulen in ländlichen Räumen.
  2. Die Weiterbildung von Lehrern fördern.
  3. Die Einrichtung einer E-Cloud mit digitaler Lehrinhalten auf Bundesebene aus denen sich Lehrer Bildungsinhalte aussuchen können.

Die Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Zumindest wennDie Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Zumindest wenn

  1. 1 die digitalen Anbindungen für Lernzwecke auch mit den Smartphones der SchülerInnen genutzt werden dürfen und deren potential für die Lehre nicht weiter unterdrückt wird,
  2. die Weiterbildungen nicht nur für einzelne Tools umfasst in Richtung lebenslanges Lernen und Erwerben von Kompetenzen inklusive dem anerkennen und nutzen des Expertenwissens von SchülerInnen geht und
  3. die Lernmittel in der E-Cloud im Sinne von OER unter einer CC Lizenz gestellt werden und Kommentare und Modifikationen ermöglichen.

Angela Merkel schloss mit den Worten:

Wir sind es den jungen Menschen schuldig, da müssen wir drauf reagieren. Ich habe hier etwas gelernt und hoffe das andere noch schneller lernen.

Zum Abschluss eine kleine Anekdote: Microsoft hatte im Vorfeld den Minecraft Youtuber Castcrafter und mich gebeten für sie den Reichstag in Minecraft für die gamescom zu bauen. Stattdessen habe ich für sie den von der Community gebauten Reichstag (User: FreakyPotato) recherchiert, vor dem Angela Merkel dann die Kuh steigen ließ.

Es lebe die Power der Community.

Wer mehr zum Thema Games im Unterricht wissen will: Ein Artikel zum Thema erscheint am Montag im Bildungsteil der SZ (Link zum Artikel). Wer es nicht erwarten kann: 2014 habe ich auf der re:publica ein Interview gegeben, das ich so immer noch unterschreibe.

Update:

Dieser Blog Artikel hat in der Facebook Gruppe „Minecraft/Minetest und Bildung (für Lehrer/Pädagogen)“ eine recht kontroverse Diskussion bezüglich der Einstellung von MinecraftEdu zu Gunsten von Minecraft Education Edition ausgelöst. In der Diskussion habe ich folgenden Vorschlag gemacht:

„Alle, die Minecraft Education Edition abonnieren bekommen MinecraftEdu zur Nutzung für die gleiche Anzahl an Personen dazu.“
Zusätzliche Kosten entstehen Microsoft keine. Im Gegenteil: Auch für Schulen, die noch kein Windows 10 haben, macht es so Sinn in eine Minecraft Bildungsversion zu investieren.
Nebeneffekt: Dann klappt das auch mit dem Bohrschen Atommodell per Mod.

Den ganzen Verlauf der Diskussion finden sie in der Minecraft Gruppe auf Facebook. Gerne lade ich sie ein sich dort oder unten in den Kommentaren in diesem Blog an ihr zu beteiligen.

Mit dem MakeyMakey Computerspiele „anfassen“

Mit dem einfach zu bedienenden Zubehör „MakeyMakey“ kann man Controller aus Früchten bauen, Musikinstrumente malen und Fitness-Spiele mittels Alufolie bauen.

Bei der BLM ErzieherInnen Fortbildung in Traunstein ist haben die Teilnehmerinnen schöne Beispielanwendungen gebaut:

Bei dem Workshop ist auch eine kompakte Webseite über das MakeyMakey und verwandte Themen entstanden:

sites.google.com/view/computerspiele

FundaMINT Minecraft Workshop

Zusatzinformationen zum Workshop „Computerspiele im Unterricht mit dem Beispiel Minecraft“ der Telekom Stiftung fundamint 21. und 22.9.2015 in Weimar.

Die Präsentation:

Links

re:publica 2015 Sessions

Das Internet und was es mit der Gesellschaft so anstellt, darum dreht sich die re:publica Konferenz in Berlin. Dieses Jahr (5.-7.5.2015) ist das Thema „Finding Europe“. Ich freue mich wieder dabei zu sein und viele interessante Leute (wieder) zu treffen. Meine eigene Session „Minecraftpublica – Zukunftsstadt selbstgebaut“ (Di,16:00-17:00, STG-T, auf der republica Seite und auf meiner) beschäftigt sich mit der Frage, wie man mit Minecraft spielerisch lernen kann und zwar zum Thema Städtebau. Folgerichtig bin ich im „Stadt der Zukunft“ Track des Wissenschaftsjahrs. Eine Besonderheit der Session – sie ist in Minecraft selbst umgesetzt und man kann während der Session (auch von ausserhalb) mitspielen.

2014 hat es David Hasselhoff (fast) auf meine Session geschafft. Diesmal kommt er aber ganz bestimmt.

2014 hat es David Hasselhoff (fast) auf meine Session geschafft. Diesmal kommt er aber ganz bestimmt.

Aber viel spannender. Was geht eigentlich sonst noch so? Ich habe mir das Programm mal angesehen und meine Favoriten unten zusammengestellt. Ich werde wohl relativ oft im re:learn track der zugegen sein. Medien und Lernen sind eben mein Ding. Genauere Infos zum Track gibt es im Artikel von Jöran Muuß-Merholz. Die politischen und gesellschaftlichen Themen der republica sind ein weiterer Interessensschwerpunkt. Neben den normalen Sessions werde ich bestimmt auch wieder etwas Lightpainting (1000lights.de) machen. Leider wurde meine republica Session zu diesem Thema abgelehnt und daher verbessern wir wohl nicht gemeinsam den Lightpainting Weltrekord und es wird weiter brav gesungen. Aber den Pixelstick und diverse andere Spielereien habe ich auf jeden Fall mal dabei.

Update: Der #rp15lights Weltrekord Versuch findet statt!

Dienstag 5. Mai
11:15-
11:45
Eröffnung Wissenschaftsjahr Zukunftsstadt: raumlabor Stefan Müller, Jan Liesegang
13:30-
14:00
#butterbeidiefische
STG-2
14:45-
15:45
Fair Porn: Von Lust und Gewissen
STG-J
Jenny-Louise Becker, Djure Meinen
16:00-
17:00
Minecraftpublica – Zukunftsstadt selbstgebaut,
STG-T
Ulrich Tausend, Maximilian Vilser, Tobias Thiel
17:45-
18:15
Strategische Aufklärung? – Wie Geheimdienste Außenpolitik sabotieren, STG-8 Marcel DIckow
18:30-
19:00
“I’ve got nothing to hide” – A psychological perspective on the myth of collective privacy   Ricarda Moll
19:00-
19:30
Challenging Europe and the World: How China is Creating its Own Web (Experience)

Mittwoch 6. Mai
10:00-
10:30
Wie wir mit Begeisterung das totalüberwachte Bildungssystem einführten – eine Rückschau auf die Jahre 2015 bis 2025 Jöran Muuß-Merholz
12:30-
13:00
The European Republic is under construction,
STG-1
Ulrike Guérot
12:30-
13:30
Access denied – Russia’s approach to internet censorship Andrei Soldatov
13:45-
14:15
The Time Travelling Classroom – Alternate Reality Gaming in Primary School Jan von Meppen, Fee Krämer, Ulrike Küchler
14:15-
14:45
Lightning Talks I: When Ideas Learn How to Fly: Crossing Cultural Boundaries with Geocaching Project Work
Die Zukunft des Lernens
Klexikon.de – auf dem Weg zu einer „Wikipedia für Kinder“
Anne Weibert,Caroline Harth,
Michael Schulte
15:00-
16:00
(Netz-)Politische Bildung mit Webvideo und YouTube Arne Busse, Marie Meimberg, Anna Moll, Daniel Seitz
16:15-
16:30
Imagining alternative agency in the digital society. Introduction to “Critical Technology education” Minna Saariketo
16:15-
16:45
Die Distinktion der Daten – wie der digitale Habitus das Netz prägt, STG-11 Yasmina Banaszczuk
17:30-
18:00
Geschichte schreiben! Die Historiker und der digitale Raum. Jens Crueger
18:00-
18:30
Lightning Talks II: Making@Palestine
Allversity
eine Wikipedia für die Bildung
Oliver Stickel
Ysanne Choksey
Simon Köhl
18:45-
19:15
Nudge! Nudge! – Was Design von Verhaltenspsychologie lernen kann, STG-2
19:00-
20:00
Wieso Informatikunterricht mit Office und Minesweeper scheitern muss Saskia Esken, Maria Reimer, Peter Ganten, Christiane Brandes-Visbeck

Donnerstag 7. Mai
10:00-
10:30
Let’s talk about Meinungsfreiheit, baby!!1!
STG-1
Anne Wizorek
11:15-
12:15
Music Hackathons – A teaser for musicians, coders and makers to get involved, STG-7 Eric Eitel, Michaela Magas, Nadine Riede, Peter Kirn
12:30-
13:00
Spotify, Deezer und Co. – Warum die Nutzer Streamingdienste lieben und Musiker sie verfluchen, STG-7 Lutz Knappmann, Marie-Luise Heimer, Maurice Summen, Michael Bartle
12:30-
13:00
Filtering Iranian Women Mahsa Alimardani
13:00-
13:30
License More, Worry Less. Negotiating Playful Commons in Public Spaces, STG-3 Sebastian Quack,Gilly Karjevsky
13:00-
13:30
A Selfie with the King. Saudi Arabia: A Completely Different Social Media Experience, STG-9 Noujoum M
15:00-
16:00
 Learn Do Share – Open Design Game  Ele Jansen, Claire Marshall
17:00- Vorstellung Kunstprojekt, STG-2 Jacob Appelbaum, Ai WeiWei
17:30-
18:00
„And the winner is … Social-Media-Hackathon von IBM und re:publica #IBMHack #rp15“, STG-8 Kurt Rindle, Harald Uebele
18:30-
19:30
Closing Ceremony (Mit Light Painting Weltrekord #rp15lights),
STG-1
Die üblichen Verdächtigen + Ulrich Tausend

Weitere Tipps:

Und weil letztes Jahr so schön war:

Architektur Grenzenlos – Minecraft Workshop

Im Verkehrszentrum des Deuschen Museum haben heute junge Köpfe geraucht. In zwei Workshops wurde Architektur erst geplant und dann gleich in Minecraft Pocket Edition auf Tablets umgesetzt. Teamplay stand im Mittelpunkt. Gemeinsames bauen Architektur grenzenlos – Bau deine virtuelle Welt! Die 16 Kinder des ersten Workshops Konstruierten zum Thema Mittelalter Burgen und ein mittelalterliches Dorf. Die zweite Gruppe (10 Kinder) entschied sich zu dem Thema Eisenbahn und konstruierte ausgefeilte Zugstecken und eine halsbrecherische Geisterbahn inklusive Kürbissen und Zombies. Insgesamt 26 Kinder von 8 bis 14 Jahren waren mit vollen Eifer dabei. Denn dem Computerspiel Minecraft hast man fantastische Möglichkeiten gemeinsam eine phantastische Welt zu erschaffen. Block für Block und Stein auf Stein.

Ein Workshop des Kinder- und Jugendmuseum München in dem wir auch 2013 einen Minecraft Workshop durchgeführt hatten. Alle Artikel zum Thema Minecraft auf dieser Seite findet man hier. Hintergründe zu ähnlichen Workshops gibt es in meinem Artikel für den Medienpädagogik Praxis Blog.

Versunken - Minecraft Workshop bei den Münchner Wissenschaftstagen

Weiterlesen

Was Robin Williams mit Giesing Beatz zu tun hat

Hier ist alles vereint“ heißt das Lied, das Jugendliche bei unserem Projekt „Giesing Beatz“ aufgenommen haben. Der Name war prophetisch gewählt, da sie die Musik App iMaschine in diesem Medien(Sozial)pädagogischen Projekt eingesetzt haben. Also praktisch eine Kombination aus den beiden heute erschienenen iPad Werbungen mit den Themen Appmusik und Community Worker. Und diese Werbeserie hat den Claim #YourVerse, der aus einer Szene mit Robin Williams aus der Club der Toten Dichter stammt. Der geniale Robin Williams, der leider gerade verstorben ist und in dem Film Jugendliche für Poesie begeistert in dem er fragt: „What will your Verse be?“. Und nun schließt sich der Kreis, denn wir haben vor vier Wochen in dem Projekt Giesing Beatz Jugendliche gebeten ihre Gedanken zu dem Münchner Stadtteil in Versform zu formulieren. Und ihr Lied hat den Titel: „Hier ist alles vereint“.

Das Lied der Jugendlichen:

Die Apple Werbung über Appmusik mit iMaschine

Die Apple Werbung mit dem Community Worker Jason Hall

Robin Williams fragt in der wunderschönen Szene mit Bezug auf ein Gedicht von Walt Whitman „What will your verse be?“

Minecraft (und ich) im Radio

Spielwiese Beitrag Minecraft

Ich mag die verspielte Puls Sendung „Spielwiese„. Ihre aktuelle Folge „Willkommen in der Würfelwelt!“ geht über die Faszination von Minecraft. Es hat mich sehr gefreut, dass mich Christoph Gurk für die Folge zum Thema in „Minecraft in Bildungskontexten“ interviewt hat. Die ganze hörenswerte Folge gibt es hier zum Hören. Zu einer ausführlicheren Version des Interviews kommt man direkt hier.

„100 Millionen Spieler und unendlich viele Klötzchen: Das Indie-Game „Minecraft“ ist das erfolgreichste Computerspiel ever. Die Spielwiese begibt sich in ein Universum voller Würfel und Wunder.“

Unterschiede der Minecraft Versionen

In verschiedenen Kontexten erreichte mich die Frage, wo denn die Unterschiede zwischen den verschiedenen Minecraft Versionen liegen. Hier ein kurzer und unvollständiger Überblick. Ich freue mich auf Kommentare bezüglich Ergänzungen und Korrekturen. Unter der Tabelle gehe ich noch Vertiefend auf bestimmte Unterschiede zwischen den Versionen ein. Dabei

  1. beschreibe ich Open Source Alternativen zu Minecraft,
  2. beantworte die Frage warum ich die Minecraft Variante für PCs den Versionen auf Konsolen, Smartphones und Tablets vorziehe
  3. und beschreibe Vorteile von MinecraftEdu für Lehrumgebungen.

Weiterlesen

SgtRumpel sucht Let’s Player

Mein alter Neodelight Kollege und Youtube-Größe* SgtRumpel bietet nachwuchs-Let’s Playern die Möglichkeit in seiner umfangreichen Freeware Datenbank präsentiert zu werden. Eine tolle zusätzliche Motivation für Let’s Play Workshops.

„In der Datenbank gibt es einige Freeware-Spiele, zu denen es noch keine Videos gibt und ich werde regelmäßig neue hinzufügen. Vielleicht hast Du ja Lust, eines zu machen? Dann kann es sein, dass Dein Video hier auf sgtrumpel.de das Freeware-Spiel vorstellt. Das Video kannst Du natürlich auf Deinem Youtube-Channel veröffentlichen und sogar monetarisieren.“

Einfach kostenloses Spiel aussuchen und Let’s Plays anfertigen. Dabei aber darauf achten, dass das Spiel auch altersgemäß ist.

Alle Infos: http://www.sgtrumpel.de/freeware/help.php

Und das ganze erklärt per Video:

*SgtRumpel hat zwar „nur“ 160.000 Abonnenten, er produziert aber die wöchentliche „Let’s Play Together“ Show von Gronkh (2,8 Mio) und Sarazar (1,2 Mio), die zu den bekanntesten Youtubern Deutschland gehören.

SpielSpiel: Das gamegame auf deutsch

Um Gamedesign Workshops  aufzulockern eignet sich das Kartenspiel „gamegame“ bzw. dessen deutsche Variante „SpielSpiel“ ganz wunderbar. Beide Varianten kann man hier herunterladen: http://boardgamegeek.com/boardgame/20684/gamegame.

Da die Seite etwas unübersichtlich ist hier die direkten Links zu den deutschen Karten und der englischen Anleitung.
Weitere Infos zum Einsatz des Spiels findet man im Creative Gaming Blog.

Viel Spaß beim SpielSpielen.

Creative Gaming in Regensburg

Am 24. und 25.02.2014 zog Creative Gaming in das Kulturzentrum W1 im schönen Regensburg. Als Referent konnte ich am Freitag 10 hochmotivierte Medienpädagogen Einblicke in die Methoden von Creative Gaming von Machinimas mit Sims über Balletttanzen im Ballerspiel bis Streetgames und MakeyMakey geben. Anschließend wurden vier Spielideen mit Kodu entwickelt um abschließend in lockerer Runde konkrete Anwendungsbeispiele zu besprechen.

Am Samstag wurden dann neun Jugendliche kreativ. Auch hier entstanden wieder vier Spiele die man hier herunterladen und (wenn man das kostenlose Microsoft Kodu installiert hat) spielen kann.

Bei den Kodu Workshops habe ich zum ersten mal auch auf die hervorragenden Materialien vom Gameslab zurückgegriffen, die es hier zum Download gibt. Weiterlesen

Minecraft in der Mittelschule an der Situlistraße

Am 9.-10.12.2013 fand in der Mittelschule an der Situlistraße ein Minecraft Workshop statt. Die Neuntklässler_innen beschäftigen sich mittels Minecraft mit dem Thema Architektur und Wohnen. Dabei war die Selbstorganisation der Gruppen zentraler Bestandteil. Die vier Sechsergruppen bauten jeweils eine Wohngemeinschaft. Wobei die Gruppen aushandelten, was „Wohngemeinschaft“ für sie bedeutet und wie sie die Planung und Arbeit organisieren. Wichtig war hierbei auch der Umgang mit Konflikten, unter Anderem, da alle in einer Welt spielten und es daher leicht möglich war, von anderen (Gruppen) gebautes, zu zerstören.

Am Ende des Workshops waren alle Gruppen sichtlich stolz auf das Geleistete. Doch in der Reflexion teilten fast alle Teilnehmer die Erkenntnis, dass stärkere Abstimmung und Planung innerhalb der Gruppe noch bessere Ergebnisse ermöglicht hätte.

In diesem Artikel finden sich drei Zeitraffer Videos des Bauprozesses, Bildschirmfotos der Gebäude und die Serverdateien zum Anschauen und Weiterbauen.

Zeitraffer Videos

Weiterlesen

Trickfilmen kinderleicht

Im Mai und Juni 2013 haben wir im Offener Kindertreff Nordhaide der Diakonie Hasenbergl eV, München Trickfilm Workshops mit der iOS App Puppet Pals 2 (frei bzw. 5 €) durchgeführt.

Kurzfazit der Workshops:

  • Steuerung der Figuren und gleichzeitiges Sprechen in Echtzeit kann gerade Kindergarten Kinder überfordern.
  • Daher nicht einfach auch für Erwachsene „ansprechende“ Filme zu gestalten
  • Aber dafür spontane und schnelle Arbeitsweise möglich.
  • Anders als z.B. bei Stop-Motion Filmen spontane, improvisierte, „ungefilterte“ Ergebnisse.
  • Nützlich um Sprachfähigkeit zu trainieren.
  • Bei jüngeren steht Prozess und nicht Produkt im Vordergrund.
  • Die App stürzt teilweise ab.
  • Wir empfehlen die Version für 5 Euro, da man hier eigene Bilder einfügen kann.

Weitere Infos finden sich in der Präsentation Trickfilmen mit Puppetpals sowie einem ausführlicheren Bericht auf kooperationsprojekte-muc.de. Die Filme kann man auf der Seite des Offenen Kindertreff Nordhaide ansehen.

Für Hinweise für vergleichbare Apps für andere Smartphone- oder Tablet-Systeme sind wir dankbar.

Minecraft Pocket Edition im Kindermuseum

Heute ging das SpielendLernen Mediengelder Projekt in die finale Runde. Im Kinder- und Jugendmuseum haben Anna Bauregger (Architektin) und ich mit 5-13 jährigen Kindern gebaut. Anders als bei den ersten drei Workshops mit Schulklassen wurde diesmal nicht auf PCs und mittels der Modifikation MinecraftEdu gespielt. Stattdessen nutzen die vier Gruppen Tablets, auf denen die „Pocket Edition“ von Minecraft lief. Ich war überrascht wie viel die jeweils drei bis fünf Kids pro Gruppe in drei Stunden mit dieser reduzierten Minecraft Version hinbekommen haben. Hier ein paar kommentierte Bilder aus dem Projekt. Mehr Infos gibt es in einem Artikel im Medienpädagogik Praxis Blog. Der Workshop lief im Rahmenprogramm der hervorragenden „Hausgedacht -Architektur planen, bauen, gestalten“ Ausstellung im Kinder- und Jugendmuseum München, die nur noch bis 3. November läuft.

Teamwork.

Teamwork.

Weiterlesen

HeimatBeatz: Hip-Hop-Song aus Stadtteil-Geräuschen reloaded

2012 haben wir Local Beatz in der Freizeitstätte KistE durchgeführt. Die Jungs und Mädels der KistE haben Töne aufgenommen, diese zu einem Beat verarbeitet, dazu zum Thema „Hasenbergl“ (dem Stadtviertel) getextet und gerapped. Das Projekt lief insgesamt sehr positiv aber wir hatten beim ersten Durchlauf drei Probleme identifiziert:

Heimat Beatz in der Freizeitstätte KistE

  1. Das Beschneiden der aufgenommenen Töne ist relativ nervig und langwierig, weswegen wir als Pädagogen es übernommen haben.
  2. Es konnte an vielen Stellen im Haus getextet werden, es konnten aber immer nur wenige im Studio am Beat arbeiten oder aufnehmen.
  3. Zwar hatten ein paar Mädels getextet aber keines wollte rappen. Insgesamt war es schwierig Mädchen zur Mitarbeit zu motivieren.

Bei der Weiterentwicklung des Projektes unter dem Namen „HeimatBeatz“ haben wir uns diesen drei Problemen angenommen: Weiterlesen