Terror in Zeiten von Social Media

Ich bin entsetzt über das Mordattentat in Neuseeland und spreche allen Opfern mein Beileid aus. Auf jeden Fall ist es wichtig zu überlegen, wie man die Opfer und ihre Angehörigen unterstützen kann. Und wie man verhindern kann, dass die Tat weitere inspiriert.

Es sind unschuldige, die sterben mussten beim Versuch rassistische Propaganda zu verbreiten. Der Anschlag war perfide auf die Funktionsweise von Soziale Medien abgestimmt. Wie Elizabeth Lopatto schreibt „Mord in Zeiten der Suchmaschinenoptimierung“. 

Ein Detail: Im Live Feed des Massakers wies einer der Mörder auf PewDiePie‘s populären Youtube Kanal hin. Damit zwang er PewDiePie, sich öffentlich von dem Gewaltakt zu distanzieren. Somit haben auch gleich dessen 12 Millionen Twitter Follower von dem Attentat erfahren. Im Pamphlet der Mörder wird wiederholt auf Name Dropping zurückgegriffen. Wohl ein Versuch um den Medien Vorlagen für Geschichten zu liefern – und so den Anschlag in den Medien zu halten.

Wie bekommen wir es ohne eine vollkommene Medienkontrolle hin, dass der Effekt von solchen geplanten Terrorattentaten weniger groß ist? Vielleicht dürfen wir nicht jedes Detail ausschlachten um darüber zu berichten. Und wir sollten immer wieder die Perspektive der Opfer von Christchurch und die ihrer Angehörigen übernehmen.

„As people become savvier about how to seize attention through social media, the major platforms — Facebook, Twitter, and Google — will have to figure out how to stop the dissemination of these materials as well as the praise or support of terrorist attacks like this one. Otherwise, they risk inspiring more copycat killings.“

Elizabeth LopattoThe Verge

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