Informieren in Zeiten von Corona

Hier sammele ich für mich Links über die Covid19 Pandemie und unserem Umgang mit ihr.

Covid19 verstehen

Tomas Pueyo schreibt tolle Hintergrundartikel zum Thema. Unter den Artikeln finden sich Links zu den Versionen in anderen Sprachen. Ich folge ihm auch aufmerksam auf Twitter.

Coronavirus: Why You Must Act Now
Coronavirus: The Hammer and the Dance
Coronavirus: Out of Many, One
Coronavirus: Learning how to dance
Part 1: A Dancing Masterclass, or What We Can Learn from Countries Around the World
Part 2: Coronavirus: The Basic Dance Steps Everybody Can Follow
Part 3: Coronavirus: How to Do Testing and Contact Tracing
Part 4: unpublished
Part 5: Coronavirus: Prevent Seeding and Spreading

Christian Drosten ist weltweit einer der Top Experten zum Thema Corona Viren. In seinem NDR Podcast informierte er lange täglich und inzwischen zwei mal die Woche. Das ist eine Menge Hörstoff. Daher gibt es auch Zusammenfassungen und durchsuchbare Scripte.

Wie lange wird uns die Covid19 Pandemie noch beschäftigen?

Auf den Punkt ((1:47) bringt das Mai Thi Nguyen-Kim am 8.4.2020:

In ihrem Video vom 1.4.2020 erklärt sie ausführlicher warum wir vermutlich noch zumindest ein Jahr mit der Pandemie zu tun haben werden und warum eine zu frühzeitige Lockerung der Maßnahmen keine gute Idee ist. Ihr Argumentationsweise deckt sich weitgehend mit der oben verlinkten von Tomas Pueyo. Sie befasst sich aber primär mit der Situation in Deutschland und sie drückt sich auch für ältere Kinder und Jugendliche verständlich aus.

„Corona-Apps“: Sinn und Unsinn von Tracking

Eine Kontaktnachverfolgung von möglichen Covid-19-Infizierten mit Handydaten muss nicht zu mehr Überwachung führen, sondern kann auch datenschutzfreundlich ausgestaltet werden. Warum das so ist erklären Netzpolitik.org sowie Linus Neumann, der Sprecher des Chaos Computer Club. Die „Aktuelle Stunde“ des WDR hat die Thematik in einem Video anschaulich und Kompakt zusammengefasst:

Wie die von Netzpolitik und dem CCC angesprochenen Contact Tracing Apps funktionieren erklärt republik.ch.
(Diese sind übrigens nicht zu verwechseln mit Contact Tracking Apps, die aus Datenschutzgründen sehr problematisch und zumindest in Deutschland vom Tisch sind. Also zurück zu den Contact Tracing Apps:)
Im europäischen Konsortium PEPP-PT (Kontakterfassungs-Framework zur Bekämpfung der Ausbreitung von Covid-19) haben sich viele Organisationen zusammengeschlossen um gemeinsam an solchen Contact Tracing Apps zu arbeiten die DSGVO konform und über Ländergrenzen hinweg funktionieren und dabei weder persönliche Daten, Standort oder Mac-Adresse speichern oder übertragen. Großartig! Bis 25.4.2020 herrschte im Konsortium ein Richtungsstreit über die Frage, ob ein zentralisierter oder dezentraler Ansatz verfolgt werden soll. Der CCC bevorzugt dezentral. Denn wird das Matching über einen zentralen Server organisiert, dann fallen dort trotzdem spannende Daten an, die mit anderen Informationen verknüpft eine Zuordnung ermöglichen könnten. Nicht nur für autoritäre Regimes wäre so ein Datensatz spannend. Zentral oder dezentral ist unter Fachleuten noch strittig. Die Bundesregierung favorisierte lange den zentralisierten Ansatz. Inzwischen ist sie aber die dezentrale Lösung umgeschwenkt.

https://twitter.com/ulrich1000/status/1254330480197087232

Allgemein wird in Deutschland die Freiwilligkeit zur Installation und Nutzung einer Contact Tracing App unterstrichen. Der von mir eingangs zitierte Tomas Pueyo vermutet aber, dass nicht ausreichen viele Personen so eine App nutzen würden und der Effekt dadurch verpufft.

Wie Contact Tracing Apps realisiert werden ist für mich aktuell einer der Knackpunkte der Debatte. Ein weiterer ist, ob wir eine Deutschlandweit einheitliche Regelung zu den Maßnahmen finden, die aber auf regionale Unterschiede Rücksicht nimmt.

UPDATE: Da sich beim Thema Contact Tracing App so vieles getan hat (z.B. hat Google die Contact-Tracing-Schnittstelle ohne Zustimmung der Besitzer auf ihre Android v), habe ich einen eigenen Artikel zum Thema verfasst.

https://twitter.com/ulrich1000/status/1265059669623681027?s=20

Weitere Artikel/Posts:

  • Egoismus in Zeiten von Corona

Ganz ehrlich, die Debatte darum, ob unsere Grundrechte derzeit zu Recht eingeschränkt sind oder wir uns schon auf dem…

Gepostet von Amelie Fried am Donnerstag, 9. April 2020

Fake News erkennen

Wodarg, Bhakdi, Hockertz und Co.. Ich bin erschreckt, wie viel Fake News bzw. schlecht recherchierte Nachrichten mich durch mein persönliches Netzwerk erreichen. „Zuerst denken, dann klicken“ ist das Motto von Mimikama. Ihre Übersicht zum Thema Covid19 wächst jeden Tag um 5- 10 Artikel. Doch die Corona Falschmeldungen finden ein Millionenpublikum und werden zum Beispiel auf Facebook 16 mal mehr geklickt als die dazu eingeblendeten Faktenchecks.

Marcus Anhäuser beschreibt gut den Frust, den ich fühle:

Das Ärgerliche an solchen angeblichen Experten, die in Wahrheit nur Besserwisser sind, ist, dass sie allen anderen so viel Zeit und Ressourcen kosten. Als hätte man sonst nichts zu tun. Eine alte Debunking-Wahrheit lautet: „Es ist ganz einfach, Unsinn und Halbwahrheiten in der Welt zu verbreiten, aber ungemein aufwändig sie zu entlarven und zurückzuholen“.

Marcus Anhäuser: Wodarg, Bhakdi und Co.: Die Besserwisser in Zeiten der Coronakrise

Philip Kreißel beschreibt in seinem Artikel lesenswert die auch von Wodarg und co. genutzten Verschwörungs-Narrative.

Ich finde es wichtig, dass wir gerade in Krisenzeiten kritisch sind und diskutieren: Was macht die Regierung? Sind die Maßnahmen gerechtfertigt? Wie informiere ich mich, wie informieren sich andere. Und natürlich haben wir verschiedene Interessen und Bewertungen und kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Davon lebt Demokratie. Aber „den Medien“ oder „der Wissenschaft“ gegenüber überkritisch zu sein, aber unkritisch hinzunehmen, aufzusaugen oder gar zu verbreiten, was die angesprochenen vermeintlichen Experten für Thesen von sich geben? Das kann man in unserer freiheitlichen Demokratie. Aber man erweist ihr und seinen Mitmenschen damit keinen Dienst. Bei radikalen Außenseiterthesen sollte man immer erst die Frage stellen: wie verlässlich ist die Quelle? Der Klimaforscher Stefan Rahmstorf spannt in diesem Zusammenhang in seinem Artikel Wissenschaftsleugnung in Zeiten von Corona einen Bogen von den Klimaleugnern zu den Coronaleugnern wie Wodarg. Was wir jetzt brauchen ist uns mit gut fundierten kritischen Stimmen auseinander zu setzen. Wie z.B. mit der von Hendrik Streeck, der in Heinsberg zu Corona forscht. Aber natürlich müssen wir auch diesen gegenüber kritisch sein.

Toll diskutiert das Thema Mai Thi Nguyen-Kim:

Aktiv werden

Nähe/3D Drucke Masken…

Ich bin unter die Maker gegangen und 3D-drucke eifrig FaceShields. Wie man diese druckt oder (als medizinische Einrichtung) beziehen kann steht für München hier. Überregional kann man sich bei MakerVsVirus informieren.

Weitere Ideen (Masken nähen, Desinfektionsmittel herstellen…) gibt es im Wiki des Fablab München.

Verhalte dich clever

COVID@Home ist eine kollaborativer Leitfaden zum Umgang mit Covid-19.
Hightlights:

  • Tipps für psychologisches Wohlbefinden
  • Bist du darauf vorbereitet, wenn sich jemand in eurem Haushalt ansteckt? Oder weißt du, wie du dich im Falle eines Falles am besten selbst versorgen kannst? Denn Vorsorge ist besser als Nachsorge.
  • Richtiger Umgang mit Masken und Bastelanleitung.
  • Hört auf zu rauchen.

An article reporting disease outcomes in 1,099 laboratory confirmed cases of covid-19 reported that 12.4% (17/137) of current smokers died, required intensive care unit admission or mechanical ventilation compared with 4.7% (44/927) among never smokers. Smoking prevalence among men in China is approximately 48% but only 3% in women; this is coupled with findings from the WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019, which reports a higher case fatality rate among males compared with females (4.7% vs. 2.8%).

Covid-19: Smoking cessation could improve survival rates while also lowering the need for mechanical ventilation

Kreatives mit Medien

Tipps zum Umgang mit Medien in Zeiten von Corona

von meinen Kollegen vom JFF

#CoronaAlleinZuHaus

Mit meinem Kollegen vom 5. Stock habe ich „#CoronaAlleinZuHaus – Kreatives mit Medien statt Langeweile durch Sperre“ aus dem Boden gestampft und mit der Seite – die einfach nur gut tut – weiterhin viel Freude.

Lets Code Minecraft

13.4.2020 ist unser ComputerSpielAkademie-Kurs „Let’s Code Minecraft“ gestartet. So lerne ich gerade in der Arbeitszeit programmieren. 👾

Plague Inc.

Aktueller Spieletipp. Verstehen wie Pandemien funktionieren, in dem man selber ein Virus spielt, das versucht die Menschheit auszurotten.
Tipp: Erst möglichst wenige Symptome und stark ansteckend (wie Covid19), später dann auf Tödlichkeit mutieren. Für PC, Android und IOS. Hinweis aus der aktuellen Alternativlos-Podcast-Folge.


Quarantale

Mit Quarantale kreativ werden, wenn auch nicht immer mit Medien: 42 Challenges für eine angenehmere Zeit drinnen. Alleine, mit den Mitwohnpersonen, remote mit anderen. Ein bisschen Psychohygiene ohne Newsstream.
Alleine spielen oder mit anderen teilen.

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