Artikel über #wikifueralle

Wikipedia ist sehr „männerlastig“ und Frauen und * oft nur #mitgemeint.

Viele Wikipedia Autoren und Nutzer wollen das ändern. Konkret geht es um die Abschaffung des generischen Maskulinums-Zwang auf Wikipedia.
Angestoßen wurde das Thema durch Theresa Hannig, die auf Wikipedia Science Fiction Autorinnen suchte und keine fand. Denn Frauen sind bei Wikipedia eben nur mitgemeint.
Seitdem schlägt das Thema mächtig Wellen (Vice, Bento usw.). Für den Überblick will ich hier Links zu #wikifueralle sammeln.

Links

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Artikelliste

Für Menschen mit wenig Zeit empfehle ich als kurzen Einstieg ins Thema den Bento Artikel von Pia Seitler. In die Tiefe geht Markus Mäurer auf Tor Online. Theresa Hannig beschreibt in ihrem Blog, warum sie die Liste erstellt hat und kommentiert die die Diskussion über deren Löschversuche.


Jan Böhmermann macht Wikipedia in Neo Magazin Royale zum Thema.

Stand: 19.04.19 08:36

#mitgemeint statt sichtbar

Frauen sind bei Wikipedia nur #mitgemeint. So sind „Autorinnen“ in der Suche unsichtbar. Denn aufgrund des in den Wikipedia-Regularien festgelegte generische Maskulinum kennt Wikipedia (und daher auch die Suche) nur Autoren.

Was könnte man dagegen tun?

  • Die Wikipedia Suche intelligenter machen?
  • Die Wikipedia Richtlinien bezüglich generisches Maskulinum ändern?

Beides konnte Theresa Hannig nicht. Daher hat sie eine Liste von Science Fiction AutorINNEN angelegt. In der männlich dominierten Wikipedia gab es dazu aber gleich einen Löschantrag.

Die „#frauenzählen“ Studie hat gezeigt, dass Autorinnen in der deutschen Literaturberichterstattung massiv benachteiligt werden.
Und das setzt sich in der männlich dominierten Wikipedia nicht nur fort, sondern wird wegen #mitgemeint noch verstärkt.

Auch Wikipedia selbst trägt dazu bei, dass die Seite als primär männlich wahrgenommen wird. „Artikel werden unter dem maskulinen Bezeichner (siehe generisches Maskulinum) angelegt“, heißt es in den Richtlinien zum Erstellen neuer Einträge. Ganz nach dem Motto: nicht-männliche Personen sind ja mitgemeint. „Aber die Software weiß das nicht“, sagt Theresa Hannig. Suchmaschinen richten sich nicht nach schwammigen Konnotationen, auf die man sich gesellschaftlich irgendwann mal so halb geeinigt hat – und die vollkommen zu Recht zunehmend in der Kritik stehen. Suchmaschinen arbeiten nur mit dem, was ganz konkret angezeigt wird. Und wenn Frauen nur implizit mitgemeint sind, tauchen sie eben auch nicht explizit in den Suchergebnissen auf.

Vice

Nach der starker Unterstützung auf Twitter und in der Löschdiskussion wurde der Löschantrag zurückgezogen:

Eine kleine Schlacht ist (vorerst) gewonnen. Die #mitgemeint Systematik bleibt auf Wikipedia aber bestehen.

Wir brauchen mehr Bewusstsein welche Auswirkungen die patriarchalen Strukturen in Gesellschaft und Sprache haben und wie wir diese bei unvorsichtiger Gestaltung des Internets fortschreiben.

In welchen Feldern finden sich ähnliche Probleme? Machine Learning ist hier ein heißer Kandidat.

Alternative Protestformen

Ich wurde gebeten eine Gruppe bei der Entwicklung von alternativen (künstlerischen) Protestformen zu unterstützen.

Hier sammele ich Beispiele und Links zum Thema. Ich freue mich auf Hinweise auf andere Beispiele und Ideen, um sie in den Artikel einzubauen.

The Yes Men

The Yes Men sind eine Netzkunst- und Aktivistengruppe, die Kommunikationsguerilla betreibt und mit einer Fälschung der Website der WTO bekannt wurde. Mitglieder der Gruppe geben sich als Repräsentanten internationaler Konzerne oder Institutionen aus und karikieren mit übertriebenen Forderungen auf Konferenzen deren Ziele (Überidentifikation). Sie selbst bezeichnen dies als „Identitätskorrektur“ („identity correction“). [von Wikipedia]

Ganzer Film: The Yes Men Save The World

Peng Collective

Das Peng Collective ist eine Gruppe von Künstlern, Aktivisten, Handwerkern und Wissenschaftlern in Berlin. Das Kollektiv entwickelt subversive Aktionskunst mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft zu mutigeren Kampagnen zu bewegen. Peng infiltrierte mit falschen Identitäten mehrmals Veranstaltungen als Akt zivilen Ungehorsams. [von Wikipedia]

MODUS (AFDentskalender)

„MODUS ist ein Zusammenschluss von über 50 Menschen, die sich die Frage stellen “Was kann ich tun?”:
Aktivistinnen, Künstlerinnen, Journalistinnen, Designerinnen, Juristinnen, Musikerinnen, Lehrerinnen, Autorinnen, Gastronominnen, Fotografinnen, Theaterregisseure und -regisseurinnen, Filmschaffende und viele mehr.

Uns vereint der Wunsch unsere Kernkompetenzen sinnvoll einzusetzen im Kampf gegen den aktuellen Rechtsruck.
Wir wollen kreativ, solidarisch und unbequem sein. Mit Euch. Mit Uns. Aus der Bewegung heraus.“ [von modus.ist]

Adbusting Beispiel vom AFDentskalender

Guerilla Girls

Die Guerrilla Girls ist eine ursprünglich anonym operierende feministische Künstlerinnengruppe aus New York, deren Ziel es ist Sexismus und Rassismus in der Kunstwelt zu bekämpfen. In der Öffentlichkeit werden z. T. Gorillamasken getragen, um den Fokus auf ihr Handeln und Schaffen zu richten, nicht auf ihre Person als Individuen. [von Wikipedia]

Zentrum für Politische Schönheit

Das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) ist ein Zusammenschluss von etwa 70[1] Aktionskünstlern und Kreativen unter der Leitung des Philosophen und Aktionskünstlers Philipp Ruch. (…)
Die Mitglieder sehen ihre Gruppe als eine Denkfabrik, die Menschenrechte mit Aktionskunst verbinden soll. Ziel sei es, durch künstlerische Interventionen („Bewusstmachung“) auf „humanitäre Themen“ und den „Schutz von Menschenleben“ aufmerksam zu machen.[3] Genozide, Flüchtlingsbewegungen und politische Untätigkeit sind die bevorzugten Themen des ZPS. Wiedererkennungsmerkmal der Künstler sind mit Kohle geschwärzte Gesichter; die Asche soll als mahnendes Symbol an untergegangene Hochkulturen erinnern. [von Wikipedia]

Beitrag von Arte Tracks.

KAJUTO

KAmpagnen von JUgendlichen für TOleranz

„Die Idee hinter KAJUTO

KAJUTO sind von Jugendlichen selbst entwickelte Medienkampagnen für mehr Toleranz. Ziel ist es, Menschen toleranter und Jugendliche medienkompetenter zu machen. Bei KAJUTO wird ein Ansatz gewählt, der von den eigenen Vorurteilen gegenüber anderen ausgeht.

Eckdaten der Projektreihe

Das Projekt wird in Bayern zunächst in kleinen Gruppen mit regionaler Öffentlichkeit erarbeitet, wird überregional ausgebaut und endet mit einer bayernweiten öffentlichen Kampagne. KAJUTO wird von Medienpädagoginnen und -pädagogen des JFF sowie Werbefachleuten begleitet. Zielgruppe des Projekts sind Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren, besonders aus bildungsbenachteiligten Milieus und aus strukturschwachen Gebieten. Die Kampagne ist für eine breite Öffentlichkeit gedacht und findet hauptsächlich im öffentlichen Raum und im Internet statt. Der Kampagnenflyer bietet weitere Infos rund um KAJUTO und steht zum Download bereit.“ [von kajuto.de]

KAJUTO giftig Poster2
Von Jugendlichen gestaltetes Plakat im Rahmen des KAJUTO Workshops ZWEIKULTUR.

Publikums Lightpaintings

Eine selbst entwickelte alternative Protestform stellt der Einsatz von Lightpainting in Kampagnen, wie z.B. bei der #wehretdenanfängen Demonstration in München, dar. Dabei handelt es sich um eine Art (nicht spontanen) Flashmob, den ich als Publikums Lightpainting (engl. Audience Light Painting) bezeichne. Die Leute malen während einer Langzeitbelichtung mit ihren Handys. So können auf Versammlungen oder Demonstrationen mit Einsatz von wenigen Mitteln und in kurzer Zeit (5-15 Minuten) mächtige Symbole mit großer emotionaler Wirkung entstehen. Aufgrund der ungewöhnlichen Ästhetik sind Publikums Lightpaintings für die Medien interessant. So fand sich am Tag nach der Demonstration das Bild in allen vier großen Münchner Tageszeitungen.

Die Bilder kann man direkt auf der Veranstaltung präsentieren und dabei auffordern sie unter Nutzung eines Hashtags gleich in social Media zu verbreiten um die Chancen für eine virale Verbreitung zu erhöhen. So gingen #rp15lights und #wehretdenanfängen auf Twitter trending.

#rp15lights bei der re:publica 2015
“München ist bunt 🌈” bei „Kulturstrand Leuchtet
Tinlight„, Schlagendes Herz bei der Tincon 2016

Weitere Beispiele finden sich unter den Hashtags #lightpainting4change und #lightpainting4peace auf Instagram.

Sie kennen weitere Beispiele? Gerne kommentieren oder mir schicken!

Passwörter? Kinderleicht*

Sichere Passwörter? Da immer wieder Thema hier mal zusammen gefasst.

* Es gibt keine absolute Sicherheit (woher wissen sie, dass hinter ihnen keine Kamera steht, die filmt, was sie gerade tun 🤔). Aber mit den Tipps aus diesem Artikel ist man ziemlich gut dabei. Und das kinderleicht.

Sichere Passwörter

Wie sichere Passwörter aussehen hat xkcd wunderbar in diesem Comic dargestellt.

xkcd cc-by-nc

Kurz zusammengefasst: Nicht kompliziert zu merken, sondern die Länge macht den Unterschied. Und natürlich für jede Anwendung ein eigenes Passwort.

Passwortmanager

Kompliziert? NEIN: Ich empfehle ich jedem die Nutzung von Passwortmanagern. Bei z.B. Firefox und Mac/iOS sind die schon kostenlos gute dabei. Nutzt sie! Über den von Edge weiß ich nicht genug um ihn empfehlen zu können. Auch daher:
Browser- und geräteübergreifend greife ich zusätzlich seit 5 Jahren auf das kostenlose Lastpass zurück und bin sehr zufrieden. Es gibt aber viele andere Passwortmanager z.B. 1PasswordKeePass (kostenlos, Open Source aber nicht ohne fremde Tools cloudbasiert).

Das schwächste Glied in der Sicherheitskette

Wer mehr Sicherheit will, der sollt bei wichtigen Accounts auf Zwei Faktor Autorisierung setzen.

Bei Sicherheit geht es nicht um das stärkste sondern das schwächste Kettenglied. Daher das Smartphone nicht durch einen „Wisch“ Code oder vierstelligen Zahlencode (3538) sichern. Wieviele Codes eurer Kollegen kennt ihr, ohne sie wissen zu wollen?
Besser: Alfanumerischer Code. Noch besser: Fingerabdruck Sensor oder Face ID auch nutzen. Ist im Übrigen auch viel einfacher. Problem: Man muss den Herstellern glauben, dass die Fingerabdrücke auf den Geräten bleiben. Aber stellt euch aber mal vor die Hersteller würden hier lügen und es käme raus. Megashitstorm.

Und immer Merken: ALLE Sicherheitsvorkehrungen kann man durchdringen, wenn man genug Mittel einsetzt. Deine Nachbarn/Kollegen/Exfreund*innen/Diebe kommen so nicht in deine Geräte, NSA und Mafia aber vermutlich schon. Und ja, es ist schon ein größeres Problem, wenn jemand an deine biometrischen Daten kommt als an deine Passwörter. Aber auch dafür gibt es Lösungen in Form von mehrstufigen Sicherheitsverfahren. Mehr über die Sicherheit von Touch und Face-ID.

xkcd cc-by-nc

(Relativ gute) Sicherheit ist kinderleicht

Es gibt keine Ausrede für schlechte Passwörter. Auch Faulheit nicht, denn Passwortmanager zu nutzen ist VIEL einfacher als zu probieren sich mehr als drei Passwörter zu merken, die man dann noch manuel (so oldschool 🙈) eingibt.




360 Grad, Lightpainting und Medienpädagogik

Das Thema 360 Grad Fotos und Videos hat mich gepackt. Auf

tausend-medien.de/360grad 

sammele ich Tipps, Beispiele und Links zum Thema. Dabei dürfen natürlich 360 Grad Lightpaintings und medienpädagogische Projekte nicht fehlen. Die Seite nutze ich als meine Gliederung für Workshops zum Thema. Schickt mir daher gerne weitere Tipps und Links.

Die Bilder auf Roundme sind vom großartigen Andreas Tichon (3hundert60) und wurden bei der #wehretdenanfängen Lightpainting Aktion aufgenommen. Es sind die 360 Grad Lightpaintings mit den weltweit meisten Teilnehmern ever.

Merkel lässt in Minecraft Kühe fliegen, und das ist gut so.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die gamescom eröffnet und dabei auch am Minecraft Stand vorbei geschaut. Hier meine Einschätzung was das für die Medienpädagogik bedeutet.

Bei dem Besuch hat ihr der Lehrer Mirek Hancl und einer seiner Schüler vom Gymnasium Uelzen gezeigt wie man das Bohrsche Atommodell mit Minecraft vermitteln kann. Sie stellten aus Elektronen, Protonen und Neutronen Helium her, das sie in einen Ballon füllten. Den befestigte Merkel dann im Spiel an einer Kuh, die sogleich in die Luft schwebte und den Reichstag von oben betrachten konnte (31:50). Mirek Hancl hat die Unterrichtsstunde und Begleitmaterialien schon 2014 im Sinne des Gemeinschaftsgedanken als Open Educational Ressources veröffentlicht, so dass sie von anderen Lehrern genutzt werden kann.

Anschließend wurde Angela Merkel von einer Microsoft Mitarbeiterin die Minecraft Education Edition vorgestellt.

Minecraft war ursprünglich sehr offen angelegt, so dass es auf praktisch allen Systemen lief und es einfach war das Spiel zu modifizieren. Eine dieser Modifikationen aus der Community war MinecraftEdu, das von Lehrern für den Einsatz an Schulen entwickelt wurde. Nach dem Kauf von Minecraft und MinecraftEdu durch Microsoft hat der Konzern eine neue Entwicklungsrichtung eingeschlagen. Microsoft veröffentlichte eine neue Minecraft Version, die nicht mit alten Rechnern sondern nur mit Windows 10 und aktuellen Macs kompatibel ist. MinecraftEdu wurde eingestellt und nicht mehr verkauft.

Die neue Minecraft Education Edition ist an sich eine tolle Sache für den Einsatz in Schulen. Doch da sie auf der neuen Minecraft Version basiert, ist sie nur mit Windows 10 und Mac nutzbar. Beides habe ich in Deutschland in einer Schule noch nicht angetroffen, was ihrer Nutzung leider im Wege steht.
Doch auch mit Windows 10 und der Education Edition hätte man das eingangs gezeigte Beispielstunde zum Bohrschen Atommodell nicht durchführen können. Denn diese setzt die Modifikation „Advanced Chemistry“ voraus. Und Modifikationen gibt es bei der Education Edition (noch) nicht.

Die Präsentation verdeutlicht gut eine große Stärke von Minecraft: die aktive Community, die kostenlos Modifikationen, Karten und Unterrichtspläne erstellt. Und die Präsentation zeigt auch die große Schwäche der Minecraft Neuentwicklung für Windows 10 sowie die darauf basierende Education Edition, die genau diese Modifikationen nicht mehr unterstützt.

Nach der Präsentation wollte Angela Merkel wissen, wie Mirek Hancl ursprünglich auf Minecraft kam. Er hatte den Tipp von seinen Schülern und diese hätten es ihm erklärt. Daraufhin stellte Merkel fest, dass es wichtig wäre, dass nicht nur einzelne Lehrer „by chance“ auf solche Methoden stoßen sollten. Stattdessen wäre es wichtig, sie systematisch in das Schulsystem einzubringen und stellt (als hätte sie nur darauf gewartet 😉) folgende Punkte vor:

Sie will einen Pakt von Bund und Ländern mit drei Zielen:

  1. (Digitale) Anbindung der Schulen in ländlichen Räumen.
  2. Die Weiterbildung von Lehrern fördern.
  3. Die Einrichtung einer E-Cloud mit digitaler Lehrinhalten auf Bundesebene aus denen sich Lehrer Bildungsinhalte aussuchen können.

Die Vorschläge gehen in die richtige Richtung. Zumindest wenn

  1. die digitalen Anbindungen für Lernzwecke auch mit den Smartphones der SchülerInnen genutzt werden dürfen und deren Potential für die Lehre nicht weiter unterdrückt wird,
  2. die Weiterbildungen nicht nur für einzelne Tools umfasst in Richtung lebenslanges Lernen und Erwerben von Kompetenzen inklusive dem anerkennen und nutzen des Expertenwissens von SchülerInnen geht und
  3. die Lernmittel in der E-Cloud im Sinne von OER unter einer CC Lizenz gestellt werden und Kommentare und Modifikationen ermöglichen.

Angela Merkel schloss mit den Worten:

Wir sind es den jungen Menschen schuldig, da müssen wir drauf reagieren. Ich habe hier etwas gelernt und hoffe das andere noch schneller lernen.

Zum Abschluss eine kleine Anekdote: Microsoft hatte im Vorfeld den Minecraft Youtuber Castcrafter und mich gebeten für sie den Reichstag in Minecraft für die gamescom zu bauen. Stattdessen habe ich für sie den von der Community gebauten Reichstag (User: FreakyPotato) recherchiert, vor dem Angela Merkel dann die Kuh steigen ließ.

Es lebe die Power der Community.

Wer mehr zum Thema Games im Unterricht wissen will: Ein Artikel zum Thema erscheint am Montag im Bildungsteil der SZ (Link zum Artikel). Wer es nicht erwarten kann: 2014 habe ich auf der re:publica ein Interview gegeben, das ich so immer noch unterschreibe.

Update:

Dieser Blog Artikel hat in der Facebook Gruppe „Minecraft/Minetest und Bildung (für Lehrer/Pädagogen)“ eine recht kontroverse Diskussion bezüglich der Einstellung von MinecraftEdu zu Gunsten von Minecraft Education Edition ausgelöst. In der Diskussion habe ich folgenden Vorschlag gemacht:

„Alle, die Minecraft Education Edition abonnieren bekommen MinecraftEdu zur Nutzung für die gleiche Anzahl an Personen dazu.“
Zusätzliche Kosten entstehen Microsoft keine. Im Gegenteil: Auch für Schulen, die noch kein Windows 10 haben, macht es so Sinn in eine Minecraft Bildungsversion zu investieren.
Nebeneffekt: Dann klappt das auch mit dem Bohrschen Atommodell per Mod.

Den ganzen Verlauf der Diskussion finden sie in der Minecraft Gruppe auf Facebook. Gerne lade ich sie ein sich dort oder unten in den Kommentaren in diesem Blog an ihr zu beteiligen.

Update 2:

Ende November ist auf Golem und Zeit.de ein ausführlicher Artikel zum Einsatz von Minecraft in der Bildung erschienen.

Leider steht Microsoft Geschäftspolitik weiterhin einer Nutzung von Minecraft an Schulen, die nicht über Windows 10 haben, im Weg. Auch deswegen nutzen mehr und mehr LehrerInnen die kostenlose Open Source Variante Minetest, für die mit MinetestEdu auch eine Variante für Bildungseinrichtung entwickelt wird.

Mit dem MakeyMakey Computerspiele „anfassen“

Mit dem einfach zu bedienenden Zubehör „MakeyMakey“ kann man Controller aus Früchten bauen, Musikinstrumente malen und Fitness-Spiele mittels Alufolie bauen.

Bei der BLM ErzieherInnen Fortbildung in Traunstein ist haben die Teilnehmerinnen schöne Beispielanwendungen gebaut:

Bei dem Workshop ist auch eine kompakte Webseite über das MakeyMakey und verwandte Themen entstanden:

sites.google.com/view/computerspiele

Minecraft: „Alles Super Duper“ oder was?

Minecraft „Better Together“ und „Super Duper“ Update? Der Trailer macht richtig Laune.

ABER:

So going forward, the edition you’ll find on Xbox One, Nintendo Switch, mobile and VR will simply be known as ‚Minecraft‘, a separate entity from ‚Minecraft: Java Edition‘

Und die beschriebenen Updates sind (so wie ich das verstanden habe) nicht für die Java Edition. Kommentar von der Facebook Seite:

Cool Minecraft. Leave Java out of it, keep hyping up your controlled-content platforms. What’s it good for anyway?
What’s that? Free versions of what you’re offering for sale? Mods that’ve existed for years doing what you’re now so proud to sell? A community of talented content creators pioneering new building tools? One of the largest freelance programming communities ever to grace the internet?
Huh. Wonder what free thing they’ll work to sell in their bubble next.
Connor Burslem

Das das gemeinsame Spielen zwischen der Java Version und den anderen Versionen sicherlich nicht einfach umzusetzen ist (unterschiedliche Codebase) ist klar. Dass Microsoft alle Versionen bis auf die Java Version pusht finde ich aus einer kommerziellen Sichtweise heraus verständlich – aber schade. Denn pädagogisch ist die Java version wegen seiner Modbarkeit und der damit verbundene Freiheit am „wertvollsten“.