1, 2 oder 3, letzte Chance… vorbei!

Gestern wurden die Preise der Serious Game Expo in Lyon verliehen.

Zwei der drei Preise gingen an Produkte, bei denen man abwechselnd hübsche Grafiken oder Filme angezeigt bekommt, bevor man kurz die Wahl zwischen A, B oder C hat. Dann geht das ganze wieder mit neuen Grafiken weiter.

Solche Konzepte kommen bei Kunden und dem Preiskomitee wohl gut an. Vielleicht auch gerade, weil die Grafiken bzw. Filme auch sehr professionell gemacht waren.

Ich denke aber, dass solche Konzepte die eigentlichen Möglichkeiten von Computerspielen nicht ausnutzen. Genau genommen sind es eher schön bebilderte Quizze als Spiele.

Ich bin glücklich, dass wir unsere aktuellen Kunden (Accor und die Aktion Jugendschutz) überzeugen konnten, wirklich interaktives zu wagen.

Die gereichten Häppchen waren sehr innovativ, wir sind ja schließlich in Frankreich

New York City

Heute geht meine Reise an die Ostküste Nordamerikas zu Ende. Melancholisch zurückblickend erinnere ich mich, dass ich mich bei meiner Ankunft in New York fühlte, als würde ich nach Liberty City zurückkehren. Die Häuser, die Hochbahnen, das Gefühl – Rockstar haben einen Klasse Job mit Grand Theft Auto 4 gemacht.

Update: Zurück in Deutschland bin ich wieder über die GTA 4 Brucy Videos gestolpert, einfach wunderbar:
http://www.youtube.com/watch?v=nUKt4LSCuS4 („Men, women, Men, women“)
http://www.youtube.com/watch?v=WM7reb2Maog („LISTEN!“)

Durch Kodu ins MIT

Seit etwas mehr als einem Jahr arbeite ich mit Microsoft Kodu und habe seitdem Teile des Programmes ins Deutscheübersetzt. Und diese Übersetzungstätigkeit hat nun meinen Aufenthalt in Boston viel interessanter gestaltet.

So hat mir Rachel Schiff vom Kodu Team die Microsoft Offices in Boston gezeigt und eine Führung des MIT Media Lab gegeben. Auch hat sie mich mit Matthew Weise und Clara Fernandez-Vara vom tollen Singapur-MIT GAMBIT Game Lab bekannt gemacht. Und dort wiederum war gerade Scott Nicholson, ein bekannter Brettspiel-Experte, mit dem ich eine Partie Mario Kart (Brettspiel!) gespielt habe.

Mit ihm habe ich überlegt, wie wir Gamedesign Kurse in deutsche und amerikanische Bibliotheken bringen. Auch ist angedacht eine an Kodu angepasste Version des Game-Game bzw. Spiel-Spiel zu machen.

Wo zu ein Übersetzen führen kann…

Auf den Bildern sieht man, was alles in Matthew Weise`s Büro steht. Geek`s dream!

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Serious Games in Montreal

Dank einer Einladung von Dominic Arsenault hatte ich am Montag Gelegenheit einen Vortrag über Serious Games an der Universität von Montreal zu halten. Anhand meiner Produktion für Accor („Der Camper„) und einem neuen Projekt für die Aktion Jugendschutz ging es um

  • die Kommunikation zwischen Kunden, Experten und Gamedesignern,
  • Didaktik in Spielen,
  • Testing
  • sowie den Einfluss des Settings, in dem Spiele eingesetzt werden, auf das Gamedesign sowie den Lernerfolg.

Montreal hat sich aufgrund von starken steuerlichen Anreizen zu einem der Top-Standorte für die Entwicklung von Tripple-A-Spielen entwickelt. Inzwischen wird verstärkt versucht Publisher anzusiedeln, da diese einen größeren Anteil an den zu versteuernden Gewinnen haben.

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Media Education in London

Christ Nash arbeitet in London als freiberuflicher Medienpädagoge. Regelmäßig tauschen wir uns über die Ländergrenzen hinweg über unsere Projekte aus.

Letzte Woche habe ich ihn bei seinem primären Auftraggeber, dem WC Learning Center in Southfields, besucht.

Dort habe ich über die Ausstattung des Centers gestaunt:

– Drei Computerräume mit jeweils 20 aktuellen iMacs,
– 15 MacBook Pro,
– 20 iPads 1 und 2
– 25 Android Phones in eigens angefertigten Transporttaschen,
– programmierbare Lego Roboter mit jeglichen denkbaren Sensoren,
– ein Musikstudio und einen abgefahrenen Multitouch-Musiktisch.

Bisher konnten sie diese Ausstattung den örtlichen Schulen aufgrund der Förderung durch das Arts Council kostenlos zur Verfügung stellen. Wegen der Kürzungen durch die aktuelle Regierung müssen sie nun die Schulen dazu erziehen, die Ausstattung zu bezahlen.

Trotz der Kürzungen scheint es in England insgesamt erheblich leichter zu sein als freiberuflicher media education consultant gebucht zu werden. So können die Schulen z.B. erheblich freier über ihre Mittelvergabe entscheiden.

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gamescom

Gleich gehts los auf die gamescom. Donnerstag und Freitag bin ich dort privat vertreten.Samstag und Sonntag betreue ich am Stand der Bundeszentrale für politische Bildung / Creative Gaming (Halle 8, B-045) unter Anderem Machinima- und Kodu-Stationen. Am Samstag bin ich am Workshop: „Spielend Filme machen“ beteiligt. Für den sind noch ein paar Plätze frei. Anmeldung findet sich hier.

Bin schon sehr gespannt, wem ich dort noch über den Weg laufe.