Das Serious Game Spielfieber wirkt

Die Evaluation der Uni Bremen des von mir mitentwickelten Serious Game „Spielfieber, der Countdown läuft“ ist abgeschlossen.

Das Spiel funktioniert wie intendiert und führt zu einer Verringerung von glücksspielbezogenen Fehleinschätzungen ohne das Interesse an Glücksspielen zu steigern.

Ich zitiere aus der Studie:

„Bilanzierend bleibt festzuhalten, dass mit „Spielfieber“ auf ein innovatives und probates Tool zur Prävention der Glücksspielsucht zurückgegriffen werden kann, das im Rahmen einer Kombination aus verhältnis- und verhaltenspräventiven Maßnahmen einen sinnvollen Beitrag zur Glücksspielsuchtprävention liefert.“

Aufgrund der guten Ergebnisse wird das Spiel weiterentwickelt und auf Smartphones und Tablets (iOS und Android) portiert.

Detailiertere Informationen und die ganze Studie zum Download gibt es hier:
http://www.spielfieber.net/evaluation/

Die Pressemitteilung findet man hier.

Danke an den Auftraggeber Aktion Jugendschutz Bayern (insbesondere Daniel Ensslen),  meine Co-Entwickler Fine Fin und SgtRumpel sowie Christian Ganser von der Fakultät für Soziologie der LMU München, Niels Brüggen, Gisela Schubert und Sebastian Ring vom JFF für Unterstützung der Evaluation.

Schlechte Aussichten für Anti-Kriegs -Shooter

Vor vier Jahren habe ich über „Anti War Games“ geschrieben. Seitdem ist (entgegen meiner Befürchtungen) ein wirklich sehr guter Anti-Kriegs-Shooter entwickelt worden. „Spec Ops: The Line“ wurde von der Kritik zurecht hoch gelobt. Das Videospiel ist eine Neuinterpretation von Joseph Conrads Klassiker „Herz der Finsternis“ (das auch schon „Apokalypse Now“ inspirierte).  Leider wird es vermutlich keine Fortsetzung des Spiels geben. Laut Gamestar hat sich das Spiel schlicht zu schlecht verkauft. Sie zitieren den Yager Studio Gründer Timo Ullmann:

»Die Leute, die sich für einen intellektuelleren Ansatz interessieren«, sagt er, »werden vermutlich immer eine kleine Minderheit bleiben. Eine Elite, wenn man so will. Bei den Kosten, die hinter den absoluten Top-Produktionen stecken, wird es immer ein großes Risiko sein, das Spiel zu sehr auf diese Gruppe zuzuschneiden.«

Zum Artikel auf Gamestar.

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Minecraft (und ich) im Radio

Spielwiese Beitrag Minecraft

Ich mag die verspielte Puls Sendung „Spielwiese„. Ihre aktuelle Folge „Willkommen in der Würfelwelt!“ geht über die Faszination von Minecraft. Es hat mich sehr gefreut, dass mich Christoph Gurk für die Folge zum Thema in „Minecraft in Bildungskontexten“ interviewt hat. Die ganze hörenswerte Folge gibt es hier zum Hören. Zu einer ausführlicheren Version des Interviews kommt man direkt hier.

„100 Millionen Spieler und unendlich viele Klötzchen: Das Indie-Game „Minecraft“ ist das erfolgreichste Computerspiel ever. Die Spielwiese begibt sich in ein Universum voller Würfel und Wunder.“

Unterschiede der Minecraft Versionen

In verschiedenen Kontexten erreichte mich die Frage, wo denn die Unterschiede zwischen den verschiedenen Minecraft Versionen liegen. Hier ein kurzer und unvollständiger Überblick. Ich freue mich auf Kommentare bezüglich Ergänzungen und Korrekturen. Unter der Tabelle gehe ich noch Vertiefend auf bestimmte Unterschiede zwischen den Versionen ein. Dabei

  1. beschreibe ich Open Source Alternativen zu Minecraft,
  2. beantworte die Frage warum ich die Minecraft Variante für PCs den Versionen auf Konsolen, Smartphones und Tablets vorziehe
  3. und beschreibe Vorteile von MinecraftEdu für Lehrumgebungen.

„Unterschiede der Minecraft Versionen“ weiterlesen

Minecraft Session auf der re:publica

Minecraft Session auf der re:publika

„Brechen wir auf IN DIE (#Minecraft) WILDNIS – in der Schule“ 
Link zur Beschreibung. Link zum Audiostream.

Lernspiele haben ihre Berechtigung. Aber teilweise machen ungezähmte, kommerzielle Spiele den besseren Lern-Job. In meiner Session auf der re:publica (7.5. 13:45-14:00 in Berlin) zeige an Beispielen wie man kommerzielle Spiele wie Minecraft in Lernsituationen einsetzen kann. An Minecraft besonders spannend sind dabei nicht nur die Möglichkeiten des Spieles an sich, sondern auch auf die vielfältigen gruppendynamischen Prozesse, die gemeinsame Bauprojekte mit sich bringen. Wie können wir Spiele, die die Schüler gerne spielen, für das Lernen nutzbar machen?

Und dazu gab es nicht nur was auf die Ohren, sondern es konnte selbst Hand angelegt werden. Während der re:publica konnte man MinecraftEdu kostenlos ausprobieren. Bitte nach der Konferenz wieder löschen (Um MinecraftEdu auszuprobieren benötigt man einen Minecraft Lizenz).
Anleitung –>
„Minecraft Session auf der re:publica“ weiterlesen

SpielSpiel: Das gamegame auf deutsch

Um Gamedesign Workshops  aufzulockern eignet sich das Kartenspiel „gamegame“ bzw. dessen deutsche Variante „SpielSpiel“ ganz wunderbar. Beide Varianten kann man hier herunterladen: http://boardgamegeek.com/boardgame/20684/gamegame.

Da die Seite etwas unübersichtlich ist hier die direkten Links zu den deutschen Karten und der englischen Anleitung.
Weitere Infos zum Einsatz des Spiels findet man im Creative Gaming Blog.

Viel Spaß beim SpielSpielen.

Creative Gaming in Regensburg

Am 24. und 25.02.2014 zog Creative Gaming in das Kulturzentrum W1 im schönen Regensburg. Als Referent konnte ich am Freitag 10 hochmotivierte Medienpädagogen Einblicke in die Methoden von Creative Gaming von Machinimas mit Sims über Balletttanzen im Ballerspiel bis Streetgames und MakeyMakey geben. Anschließend wurden vier Spielideen mit Kodu entwickelt um abschließend in lockerer Runde konkrete Anwendungsbeispiele zu besprechen.

Am Samstag wurden dann neun Jugendliche kreativ. Auch hier entstanden wieder vier Spiele die man hier herunterladen und (wenn man das kostenlose Microsoft Kodu installiert hat) spielen kann.

Bei den Kodu Workshops habe ich zum ersten mal auch auf die hervorragenden Materialien vom Gameslab zurückgegriffen, die es hier zum Download gibt. „Creative Gaming in Regensburg“ weiterlesen

Minecraft in der Mittelschule an der Situlistraße

Am 9.-10.12.2013 fand in der Mittelschule an der Situlistraße ein Minecraft Workshop statt. Die Neuntklässler_innen beschäftigen sich mittels Minecraft mit dem Thema Architektur und Wohnen. Dabei war die Selbstorganisation der Gruppen zentraler Bestandteil. Die vier Sechsergruppen bauten jeweils eine Wohngemeinschaft. Wobei die Gruppen aushandelten, was „Wohngemeinschaft“ für sie bedeutet und wie sie die Planung und Arbeit organisieren. Wichtig war hierbei auch der Umgang mit Konflikten, unter Anderem, da alle in einer Welt spielten und es daher leicht möglich war, von anderen (Gruppen) gebautes, zu zerstören.

Am Ende des Workshops waren alle Gruppen sichtlich stolz auf das Geleistete. Doch in der Reflexion teilten fast alle Teilnehmer die Erkenntnis, dass stärkere Abstimmung und Planung innerhalb der Gruppe noch bessere Ergebnisse ermöglicht hätte.

In diesem Artikel finden sich drei Zeitraffer Videos des Bauprozesses, Bildschirmfotos der Gebäude und die Serverdateien zum Anschauen und Weiterbauen.

Zeitraffer Videos

„Minecraft in der Mittelschule an der Situlistraße“ weiterlesen