Pornopositive Medienbildung – Eindrücke vom Porn Film Festival Berlin 2025 – merz Artikel

Fünf Personen (Erika Lust, Casey Calvet, Jiz Lee, Paulita Pappel sitzen auf Stühlen in einem Raum und führen eine Podiumsdiskussion. Im Hintergrund ist eine Projektionswand mit dem Titel "Beyond the F-Word: Porn, Politics & Pleasure Today" zu sehen. Auf der Wand sind die Namen und Berufe der Diskussionsteilnehmer:innen gelistet. Alle halten Mikrofone in der Hand, und vor ihnen stehen kleine Tische mit Wasserflaschen.

Für die Zeitung merz – Zeitschrift für Medienpädagogik habe über das Porn Film Festival Berlin geschrieben.

Mein Fazit: Pornografie, verstanden als kulturelle Praxis, ist ein relevanter Gegenstand für Medienbildung. Wer Pornografie nur verbietet oder ignoriert, überlässt ihre Deutung den Algorithmen großer Plattformen. Eine pornopositive Medienpädagogik hingegen kann Räume schaffen, in denen offen über Lust, Macht, Konsens und Darstellung gesprochen werden darf – kritisch, respektvoll und lernend.

Mehr im Artikel.

Ergänzen möchte ich hier noch den Hinweis auf den Film „Getty Abortions“ von Franzis Kabisch (Trailer) dem im Educational Porn Shorts Programm gezeigt wurde. Der Film ist kein Porno sondern ein Desktop-Video-Essay über das Thema wie deutschsprachige Medien das Thema Abtreibung illustrieren und klickt sich dabei durch Stockfoto-Datenbanken, BRAVO-Girl-Zeitschriften und private Dokumente einer echten Abtreibungserfahrung. Während die Fotos in den Zeitungen überwiegend nachdenkliche, traurige Frauen zeigen ergibt die Studienlage ein anderes Bild. So ist die Stärkste mit der Abtreibungsentscheidung verbundene Emotion Erleichterung und fünf Jahre nach der Abtreibung sagen 99 % der Frauen, dass die Entscheidung richtig war.

Zum Film gibt es Schulmaterial und er ist auf anfrage online einsehbar.

Für mich zeigt der Film wie weit der Fokus des Festivals ist und wie viel man sich von dort mitnehmen kann.

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